• EUR/USD zieht am Freitag frische Käufer an, da der USD nahe einem Mehrwochentief gedämpft bleibt.
  • Der jüngste Rückgang der US-Anleiherenditen und Wetten darauf, dass die Fed die Zinsen unverändert lassen wird, belasten den USD.
  • Geopolitische Risiken könnten die USD-Verluste begrenzen, während Frankreichs Schuldenkrise die Gewinne des Euro begrenzen könnte.

Das Paar EUR/USD baut auf der nächtlichen Erholung von unter 1,1200 auf und zieht während der asiatischen Sitzung am Freitag einige Anschlusskäufe an. Die Spotpreise bleiben jedoch innerhalb einer seit einer Woche bestehenden Handelsspanne gefangen und notieren derzeit im Bereich von 1,1225 inmitten gemischter fundamentaler Signale.

Da Anleger aus Aktien von Künstlicher Intelligenz (KI) und Technologiewerten in sichere Staatsanleihen umschichten, fiel die Rendite der maßgeblichen US-Staatsanleihe auf den niedrigsten Stand seit über einem Monat und unter die 5%-Marke. Darüber hinaus signalisierten Vertreter der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) jüngst, dass es keinen dringenden Handlungsbedarf für Zinserhöhungen gibt. Dies wiederum hält den US-Dollar (USD) nahe einem am Donnerstag erreichten Dreiwochentief gedämpft und erweist sich als Schlüsselfaktor, der dem Paar EUR/USD etwas Unterstützung bietet.

Unterdessen bekräftigten die in der vergangenen Woche veröffentlichten US-Inflationsdaten die Markterwartungen für eine bevorstehende Zinserhöhung der Fed. Tatsächlich zeigt das FedWatch Tool der CME Group, dass Händler eine Wahrscheinlichkeit von rund 80% einpreisen, dass die US-Notenbank im Dezember die Kreditkosten anheben wird. Darüber hinaus stützen Inflationssorgen aufgrund volatiler Ölpreise die Aussichten auf eine weitere Straffung der Geldpolitik durch die Fed, was zusammen mit der Nervosität im Nahen Osten dazu beitragen könnte, weitere Verluste für den sicheren Greenback zu begrenzen.

In den jüngsten Entwicklungen erklärte das Korps der Islamischen Revolutionsgarden Irans (IRGC), dass neue Angriffe der USA Teheran dazu veranlassen könnten, in Nachbarländer einzumarschieren und Stützpunkte anzugreifen, die bei US-Militäroperationen im Rahmen seiner neuen Offensivstrategie genutzt werden. Dies kommt zusätzlich zu einem Bericht, wonach die USA und Israel detaillierte Pläne für erneute Angriffe gegen den Iran ausgearbeitet haben, was die geopolitische Risikoprämie fest im Spiel hält und USD-Bären davon abhalten könnte, frische Wetten einzugehen.

Darüber hinaus könnte eine tiefe Staatsverschuldungs- und politische Krise in Frankreich die Gemeinschaftswährung weiterhin belasten und den Aufwärtstrend des Paares EUR/USD begrenzen. Händler blicken nun auf die Flash-PMIs aus der Eurozone und den USA, um neue Impulse zu erhalten. Der Fokus wird jedoch auf dem Ergebnis der zweitägigen FOMC-Sitzung liegen, die am kommenden Dienstag beginnt, sowie auf der Veröffentlichung wichtiger US-Makrodaten – dem vorläufigen BIP-Bericht für Q3 und dem Preisindex der persönlichen Konsumausgaben (PCE).

EUR/USD Tages-Chart

Chart Analysis EUR/USD

Technische Analyse

Das Paar EUR/USD behält eine bärische kurzfristige Tendenz unter dem 50-Tage-Simple Moving Average (SMA) bei 1,1437 und allen wichtigen Fibonacci-Retracement-Levels aus dem Aufwärtsschub von 1,1116–1,1710 bei. Unterdessen ergibt sich der unmittelbare Widerstand beim 23,6%-Fibo.-Retracement bei 1,1256, gefolgt von einer dichten Clusterbildung von Niveaus zwischen dem 38,2%-Retracement bei 1,1343 und dem 50,0%-Retracement bei 1,1413, verstärkt durch den 50-Tage-SMA bei 1,1437.

Weiter oben liegen das 61,8%-Niveau bei 1,1483 und das 78,6%-Retracement bei 1,1583 vor dem Zyklushoch bei 1,1710. Auf der Unterseite ist die einzige nahe strukturelle Unterstützung der Fibonacci-Anker bei 1,1116, wo Käufer versuchen könnten, den Rückgang zu bremsen, falls das Paar EUR/USD seinen Abwärtstrend ausweitet.

(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)

US-Dollar - letzte 7 Tage

Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von US-Dollar (USD) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen letzte 7 tage. US-Dollar war am stärksten gegenüber dem Euro.

USD EUR GBP JPY CAD AUD NZD CHF
USD -0.02% -0.96% -1.06% -1.32% -1.43% -1.21% -0.83%
EUR 0.02% -0.95% -1.04% -1.33% -1.46% -1.26% -0.82%
GBP 0.96% 0.95% -0.10% -0.35% -0.54% -0.28% 0.16%
JPY 1.06% 1.04% 0.10% -0.30% -0.39% -0.22% 0.21%
CAD 1.32% 1.33% 0.35% 0.30% -0.09% 0.09% 0.49%
AUD 1.43% 1.46% 0.54% 0.39% 0.09% 0.28% 0.63%
NZD 1.21% 1.26% 0.28% 0.22% -0.09% -0.28% 0.44%
CHF 0.83% 0.82% -0.16% -0.21% -0.49% -0.63% -0.44%

Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel US-Dollar aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum Japanischer Yen bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als USD (Basis)/JPY (Notierungswährung) angezeigt.

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