- Der EUR/USD wird über 1,22 gehandelt, da die US-Renditen von ihren Mehrmonatshochs zurückgehen.
- Der Rückzug der Renditen könnte vorübergehend sein, da die Erwartungen an fiskalische Anreize in den USA weiter bestehen.
- Einige Analysten sind der Meinung, dass der renditegetriebene Anstieg des Dollars nur vorübergehend sein dürfte.
- Der US VPI und die Lagarde-Rede haben am Mittwoch das Potenzial Impulse zu liefern.
Der EUR/USD setzt seinen Anstieg vom Dienstag fort, wodurch die Renditen der US-Staatsanleihen an Wert verlieren und einen breit angelegten Rückgang des US-Dollars verursachen.
Das Paar handelt zum Zeitpunkt der Erstellung des Artikels oberhalb der 1,2210, was einem Tagesgewinn von 0,10% entspricht. Die 10-jährige US-Rendite fiel von 1,18% auf 1,12% und bewegt sich nun nahe 1,10%.
Damit liegt sie aber immer noch deutlich über dem Niveau von 0,9 %, das vor einer Woche erreicht wurde. Der in den letzten 24 Stunden beobachtete Rückgang könnte nur von kurzer Dauer sein, da die Inflationserwartungen weiterhin in der Nähe der Mehrmonatshochs liegen. Außerdem wird erwartet, dass der designierte US-Präsident am Donnerstag zusätzliche fiskalische Stimulierungsmaßnahmen ankündigen wird.
Sollten die Renditen ihre Verluste wieder ausgleichen, wird der EUR/USD wahrscheinlich unter Druck geraten. Die Analysten von HSBC sind skeptisch, was die Nachhaltigkeit des renditegetriebenen Aufschwungs des Dollars angeht und erwarten, dass die Hauptwährungen eher der Risikostimmung als den Renditedifferenzen folgen werden.
Der US-Verbraucherpreisindex, der um 14:30 Uhr veröffentlicht werden soll, dürfte die Anleiherenditen und die Nachfrage nach dem US-Dollar beeinflussen. Der Fokus liegt auch auf der Rede der Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB) Christine Lagarde und den Daten zur Industrieproduktion der Eurozone.
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