Der EUR/CHF stieg nach der heutigen Ankündigung der SNB, ihre Politik beizubehalten, sprunghaft an. Die Ökonomen der Rabobank analysieren die Aussichten für das Währungspaar.
CHF kann Gegenstand von Zuflüssen in sichere Häfen sein, wenn die Risiken in der Eurozone steigen
Die heutige Erklärung der SNB macht sehr deutlich, warum sie den Markt heute Morgen mit der Beibehaltung der Zinssätze überrascht hat. Die Zentralbank hielt sich zwar die Tür für eine weitere Zinserhöhung offen, doch die Wachstums- und Inflationsaussichten in der Schweiz deuten darauf hin, dass die Zentralbank wahrscheinlich schon genug getan hat.
Eine offensichtliche Sorge ist jedoch die Auswirkung der unerwarteten Entscheidung, die Zinssätze in einem Monat unverändert zu lassen, in dem die EZB sich für eine Zinserhöhung entschieden hat, auf die Währung. Um einen inflationären Wertverlust des CHF gegenüber dem EUR auszugleichen, warnte die SNB im ersten Absatz ihrer heutigen Erklärung, dass sie "bereit ist, bei Bedarf auf dem Devisenmarkt aktiv zu werden". Im gegenwärtigen Umfeld liegt der Schwerpunkt auf dem Verkauf von Devisen".
Wir gehen davon aus, dass die verschlechterten Wachstumsaussichten in der Eurozone den EUR/CHF-Kurs im vierten Quartal aufgrund von Zuflüssen aus sicheren Häfen wieder unter die 0,95-Marke sinken lassen werden.
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