Die Schweizerische Nationalbank überraschte den Markt mit dem Verzicht auf eine weitere Zinserhöhung. Infolgedessen wertete der Franken ab. Volkswirte der Commerzbank analysieren den CHF-Ausblick.
Wenig Aufwertungspotenzial für EUR/CHF
Anders als von der Mehrheit der Ökonomen erwartet, hat die SNB den Leitzins nicht erhöht, sondern bei 1,75% belassen.
Die SNB sieht nach wie vor beträchtliche Aufwärtsrisiken für die Inflation aufgrund von Zweitrundeneffekten, die zum Teil bereits zu beobachten sind. Kleine Änderungen der Rahmenbedingungen könnten dazu führen, dass die SNB ihre Projektionen erneut anheben muss (1,9% für 2025) und die Inflation wieder über das Preisstabilitätsniveau steigen könnte. Aus diesem Grund hat die SNB die Tür für weitere Zinserhöhungen offen gehalten und auch ihre Bereitschaft bekräftigt, auf dem Devisenmarkt zu intervenieren.
Da es sich um eine hawkishe Pause handelt, dürfte der Abwertungsdruck auf den Franken begrenzt sein. Zumal eine deutlichere Abwertung die SNB zu einer erneuten Intervention veranlassen könnte.
Da der EUR derzeit eher unter Abwertungsdruck steht, nachdem die EZB das Ende ihres Zinserhöhungszyklus signalisiert hat, sehen wir wenig Aufwertungspotenzial für EUR/CHF.
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