Die Reserve Bank of Australia (RBA) hat ihren Leitzins um 50 Basispunkte (BP) auf 1,35% erhöht, um die steigende Inflation zu bremsen. Da die Zinsentscheidung keine Überraschungen mit sich brachte, konnte der Australische Dollar nicht davon profitieren. Die Volkswirte der Commerzbank erwarten, dass der australische Dollar vorerst unter Druck bleibt.
RBA lässt sich nicht in die Karten blicken
"Eine Zinserhöhung um 50 Basispunkte war erwartet worden, und genau das hat die RBA auch getan. Die RBA geht davon aus, dass die Inflation im weiteren Verlauf des Jahres ihren Höhepunkt erreichen wird. Was die künftige Geldpolitik betrifft, so lässt sich die RBA wieder einmal nicht in die Karten schauen. Zwar wird sie die Geldpolitik in den kommenden Monaten weiter normalisieren, doch hängen Ausmaß und Zeitpunkt von der weiteren Entwicklung der Daten ab. Die RBA will sich nicht deutlicher festlegen."
"Es ist zu erwarten, dass die RBA auch in den kommenden Monaten ihre Geldpolitik kontrolliert straffen wird, nicht zu viel und nicht zu wenig. Das dürfte jedoch für den AUD nicht ausreichen, und der AUD dürfte an dieser Front keine Unterstützung erhalten."
"Der Aussie dürfte weitgehend von externen Faktoren wie den Aussichten für die wirtschaftliche Entwicklung in China und der Marktstimmung bestimmt werden. Da die Rezessionsängste wohl noch einige Zeit anhalten werden, dürfte der AUD vorerst unter Druck bleiben."
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