- AUD/JPY schwächt sich in der frühen europäischen Sitzung am Donnerstag auf nahezu 111,15 ab.
- Das Währungspaar behält kurzfristig einen bärischen Ton bei, wobei der RSI-Indikator unter der Mittellinie bleibt.
- Die erste Hürde auf der Oberseite liegt bei 112,80; das erste Kursziel auf der Unterseite wird bei 110,15 gesehen.
Das Währungspaar AUD/JPY handelt am Donnerstag in den frühen europäischen Handelsstunden im negativen Bereich um 111,15. Eine koordinierte Währungsintervention der Vereinigten Staaten (US) und Japans bietet dem japanischen Yen (JPY) gegenüber dem australischen Dollar (AUD) etwas Unterstützung.
Händler bleiben hinsichtlich weiterer Interventionen der japanischen Behörden in höchster Alarmbereitschaft. Japans Finanzministerin Satsuki Katayama sagte Anfang dieser Woche, dass die Behörden nicht zögern werden, weitere Maßnahmen am Devisenmarkt zu ergreifen.
Das Protokoll der Bank of Japan (BoJ) vom Mittwoch zeigte, dass die Entscheidungsträger über zunehmende Preisrisiken diskutierten, die wahrscheinlich weitere Zinserhöhungen erforderlich machen würden, obwohl sie die Kreditkosten auf der Juni-Sitzung auf ein 31-Jahres-Hoch angehoben hatten.
Australien verzeichnete im Juni einen überraschenden Handelsüberschuss, da die Rohstoffexporte zulegten, wie das Australian Bureau of Statistics am Donnerstag mitteilte. Die Exporte stiegen im Juni um 9,6% MoM, nachdem sie im Vormonat um 7,6% gefallen waren (revidiert von 6,9%). Unterdessen sanken die Importe im Juni um 0,2% MoM, verglichen mit einem Anstieg von 0,9% im Mai (revidiert von 2,6%).
Der Devisenmarkt stellt sich auf weitere Japan-Interventionen ein, während sich die Dollar-Strategie weiterentwickelt
Strategen von Societe Generale warnen, dass im Kontext der jüngsten US-japanischen Koordination beim Yen die Geschichte eine klare Warnung liefert: "Eine einzelne Interventionsrunde dürfte nicht ausreichen, um den Trend umzukehren, und der Devisenmarkt ist in höchster Alarmbereitschaft für den nächsten Schritt." Dies unterstreicht ihre Ansicht, dass die jüngste Maßnahme am besten als ein Schritt in einer breiteren, fortlaufenden Strategie und nicht als eindeutiger Wendepunkt für den JPY zu sehen ist.
Technische Analyse: AUD/JPY behält auf dem Tages-Chart einen bärischen Ton bei
Auf dem Tages-Chart behält AUD/JPY eine kurzfristig bärische Tendenz bei, da das Paar unter dem 100-Tage-Simple Moving Average (SMA) und dem mittleren Bollinger Band bleibt. Der Relative Strength Index (14) bei 38,81 liegt weiterhin unter der neutralen 50er-Linie und signalisiert nach dem jüngsten Rückgang ein gedämpftes, aber nicht überverkauftes Momentum.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand beim 100-Tage-SMA um 112,80, dicht gefolgt vom mittleren Bollinger Band bei 112,90, was eine enge Begrenzung bildet, die zurückerobert werden müsste, um den Abwärtsdruck zu lindern. Jeder weitere Anstieg über dieses Niveau könnte den Weg zum Hoch vom 27. Juli bei 114,67 ebnen, mit dem oberen Bollinger Band weiter oben nahe 115,65 als weiter entferntem Widerstand.
Auf der Unterseite bietet das untere Bollinger Band bei 110,15 die nächste nennenswerte Unterstützung. Ein entscheidender Bruch unter diese Marke könnte die psychologisch wichtige 100,00-Marke freilegen, gefolgt vom Tief vom 3. August bei 109,24.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
Japanischer Yen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.
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