Der Halbleiterhersteller Advanced Micro Devices will noch im Laufe dieses Jahres mit der Auslieferung seiner ersten Rack-Scale-KI-Plattform Helios beginnen. Zu den Kunden zählen neben Meta Platforms, OpenAI und Oracle künftig auch Microsoft. Die AMD-Aktie legte nach der Ankündigung um mehr als vier Prozent zu, während Microsoft um über ein Prozent stieg.
Microsoft will Helios in seinen Azure-Rechenzentren einsetzen, um KI-Inferenz für moderne Modelle, Kundenanwendungen und Azure-AI-Dienste zu unterstützen. Zudem kündigte der Konzern neue Azure-Computing-Instanzen auf Basis der neuesten Venice-Prozessoren von AMD an. Diese sollen unter anderem für agentenbasierte KI-Anwendungen, Datenpipelines und die Entwicklung von Halbleitern genutzt werden.
Mit Helios bringt AMD erstmals eine vollständig integrierte Rack-Scale-Plattform auf den Markt und positioniert sie als Alternative zu den Grace-Blackwell-Systemen sowie der kommenden Vera-Rubin-Generation von Nvidia. Das System kombiniert Instinct-Grafikprozessoren, EPYC-Prozessoren, Netzwerktechnologie und den ROCm-Software-Stack in einer gemeinsamen Plattform. Nach Unternehmensangaben nutzen bereits acht der weltweit zehn größten KI-Unternehmen Instinct-GPUs von AMD.
Auch weitere Großkunden haben den Einsatz angekündigt. Meta will noch in diesem Jahr Helios-Systeme mit einer Leistung von bis zu einem Gigawatt installieren. Das Vorhaben ist Teil eines umfassenderen Ausbaus der KI-Infrastruktur auf insgesamt sechs Gigawatt. Auch OpenAI, Oracle und Tata Consultancy Services planen den Einsatz der Plattform.
AMD verwies zudem auf das starke Wachstum seines Rechenzentrumsgeschäfts. Im ersten Quartal 2026 stieg der Umsatz in diesem Bereich im Jahresvergleich um 57 Prozent. Ab 2027 erwartet das Unternehmen KI-Umsätze in zweistelliger Milliardenhöhe, wobei Helios den größten Beitrag leisten soll.
Der Markt für Grafikprozessoren in Rechenzentren wird weiterhin klar von Nvidia dominiert. Mit der Einführung von Helios verschärft AMD jedoch den Wettbewerb im boomenden Geschäft mit KI-Infrastruktur und will von der weiter steigenden Nachfrage nach Rechenleistung profitieren.
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Das sollten Sie am Dienstag, den 21. Juli, im Blick behalten:
Die wichtigsten Währungspaare bleiben am frühen Dienstag innerhalb bekannter Spannen, da sich die Investoren zurückhalten, große Positionen einzugehen, und gleichzeitig die Schlagzeilen zur Nahostkrise genau beobachten. Die Sentiment-Daten der ZEW-Umfrage für Deutschland und die Eurozone werden im europäischen Wirtschaftskalender veröffentlicht. In der zweiten Tageshälfte werden keine hochwirksamen Datenveröffentlichungen aus den Vereinigten Staaten erwartet.