XRP steht wieder unter Druck – und genau das macht die Lage gerade so brisant. Nach einer schwachen Woche pendelt der Kurs aktuell um die Marke von 2 US-Dollar. Innerhalb der letzten 24 Stunden ging es um mehr als 4 % nach unten, auf Wochensicht summiert sich das Minus auf rund 6 %. Zwischenzeitlich rutschte XRP sogar bis auf 1,95 US-Dollar ab, konnte sich dort aber stabilisieren. Seitdem bewegt sich der Kurs in einer engen Spanne zwischen 1,95 und 2,05 US-Dollar.
Für viele Anleger ist das erst einmal nichts Neues. Doch der Schein trügt. Denn im Hintergrund hat sich ein technisches Signal aktiviert, das in der Vergangenheit immer unangenehme Folgen hatte.
Ein Warnsignal, das es so schon mehrfach gab – und nie gut endete
Der bekannte Marktbeobachter Steph Is Crypto weist auf ein Muster hin, das sich im 3-Tages-Chart von XRP zeigt. Es geht um das sogenannte EMA-Ribbon. Immer dann, wenn dieses Band in eine bärische Struktur kippt und der Kurs dauerhaft darunter bleibt, folgte in der Vergangenheit eine längere Abwärtsphase.
Und diese Phasen hatten es in sich. Die historischen Rückgänge lagen laut Analyse zwischen 27 % und 66 %. Nicht innerhalb von Tagen, sondern über mehrere Monate hinweg. Dieses Signal trat unter anderem 2014, 2019 und 2022 auf – jedes Mal mit deutlichen Kursverlusten im Anschluss.
Jetzt ist genau dieses Szenario erneut aktiv. XRP ist unter das EMA-Ribbon gefallen, das Ribbon hat bärisch gedreht, und bislang fehlt jede überzeugende Rückeroberung. Sollte sich die Geschichte wiederholen, könnte XRP vor einer längeren Schwächephase stehen.
Die Aussage des Analysten ist eindeutig: „Bislang gab es keine Ausnahme bei diesem Signal.“
Tageschart schwach – die Entscheidung fällt jetzt
Auch auf kürzeren Zeitebenen sieht es nicht beruhigend aus. Laut CRYPTOWZRD schloss die letzte Tageskerze leicht bärisch. Der Wochenchart dagegen ist noch offen und liefert kein klares Signal. Genau das macht die Situation so gefährlich: Der Markt steht an einem Punkt, an dem sich die Richtung sehr schnell festlegen kann.
Besonders wichtig ist dabei die Marke von 2,10 US-Dollar. Dieses Niveau fungiert aktuell als klarer Widerstand. Erst ein sauberer Ausbruch darüber würde das kurzfristige Bild aufhellen. Scheitert XRP erneut an dieser Zone, dürfte das weitere Verkäufe nach sich ziehen.
Im Intraday-Chart zeigt sich bereits eine gewisse Erschöpfung nach der jüngsten Volatilität. Ein Anstieg bis 2,10 US-Dollar, gefolgt von Schwäche, könnte gezielt Short-Positionen anziehen. Hält sich der Kurs hingegen über dieser Marke, könnte sich die Struktur langsam in Richtung Erholung verschieben.
Seitwärtsmarkt – noch hält die letzte Bastion
Trotz aller Warnzeichen gibt es einen Punkt, den du nicht ignorieren solltest. ChartNerd verweist darauf, dass XRP sich weiterhin in einer großen Seitwärtsrange befindet, die bereits seit 13 Monaten anhält. Diese Spanne reicht von knapp unter 2 US-Dollar bis in einen Widerstandsbereich leicht oberhalb von 3 US-Dollar.

Aktuell notiert XRP nahe der unteren Begrenzung dieser Range – aber ohne sie klar nach unten zu brechen. Solange das der Fall ist, bleibt die übergeordnete Marktstruktur intakt. Die aktuellen Bewegungen sind damit Teil einer ausgedehnten Seitwärtsphase, in der sich der Markt noch nicht entschieden hat, ob der nächste große Impuls nach oben oder nach unten führt.
Fazit: Ruhe vor dem nächsten großen Move?
XRP steht an einem kritischen Punkt. Kurzfristig sprechen mehrere technische Signale eine klare Warnsprache – allen voran ein historisches EMA-Ribbon-Muster, das in der Vergangenheit immer zu massiven Kursverlusten geführt hat. Gleichzeitig hält die große Seitwärtsrange bislang stand und verhindert einen direkten Absturz.
Alles läuft auf eine zentrale Frage hinaus: Hält die Zone um 2 US-Dollar – oder kippt der Markt endgültig?
Die Marke von 2,10 US-Dollar ist dabei der Schlüssel. Darüber könnte sich die Stimmung schnell drehen. Darunter bleibt das Risiko hoch, dass XRP in eine längere Schwächephase rutscht.
Für Anleger heißt das jetzt vor allem eines: Aufmerksamkeit. Denn XRP ist technisch gesehen näher an einer Richtungsentscheidung als viele glauben. Und wenn sie fällt, dürfte es schnell gehen.
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