Am Dienstag geriet der XRP-Kurs deutlich unter Druck, nachdem die US-Börsenaufsicht SEC (Securities and Exchange Commission) Berufung gegen ein Gerichtsurteil aus dem Jahr 2023 eingelegt hatte. XRP fiel zeitweise auf ein Tief von 0,5275 US-Dollar, weit entfernt von seinem September-Hoch bei 0,6657 US-Dollar.
Grund für den Kursrückgang ist die Entscheidung der SEC, ein Urteil anzufechten, das feststellte, dass XRP nicht als Wertpapier gilt. Sollte die SEC mit ihrer Berufung Erfolg haben, könnte dies weitreichende Konsequenzen für Ripple und den Handel mit der Kryptowährung haben. Es bestünde die Gefahr, dass viele Börsen den Token von ihren Plattformen entfernen, was den Preis weiter unter Druck setzen dürfte.
Zusätzlich wird spekuliert, dass die SEC auch das jüngste Urteil, das Ripple Labs zu einer Strafe von 125 Millionen US-Dollar verpflichtete – deutlich unter den geforderten 2 Milliarden US-Dollar – anfechten könnte. Ein solcher Schritt würde die Rechtsunsicherheit weiter verstärken und könnte sich negativ auf das Marktumfeld für Ripple auswirken.
Parallel zu den rechtlichen Problemen steht Ripple auch operativ unter Druck. Das XRP Ledger, das als Alternative zu Ethereum entwickelt wurde, hat bislang nur geringe Akzeptanz gefunden. Daten von DeFi Llama zufolge konnten lediglich drei dezentrale Applikationen (dApps) gewonnen werden, mit einem gesamten gesperrten Vermögen (TVL) von rund 14,6 Millionen US-Dollar. Die meisten dieser Mittel sind auf Ripples eigener dezentraler Börse (DEX) gebunden. Dass diese Werte in den letzten Wochen unverändert blieben, deutet darauf hin, dass es derzeit kaum neue Aktivitäten auf dem Netzwerk gibt.
Verfahrensfehler belastet Ripple im Rechtsstreit mit der SEC
Neben den operativen Schwierigkeiten sieht sich Ripple Labs auch in seinem Rechtsstreit mit der SEC mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Das Unternehmen hat eine wichtige Frist in seinem Berufungsverfahren versäumt, was das Verfahren weiter verkomplizieren könnte. Das Berufungsgericht des zweiten US-Bezirks verschickte am Montag eine Mahnung an das Anwaltsteam von Ripple, da ein erforderliches Formular bis zur Frist am 18. Oktober 2024 nicht eingereicht worden war.
Das Gericht gewährte eine Fristverlängerung von 14 Tagen, bis zum 1. November 2024. Sollte Ripple diese Frist jedoch ebenfalls verstreichen lassen, könnte das Unternehmen Gefahr laufen, von der mündlichen Anhörung ausgeschlossen zu werden, es sei denn, eine Sondergenehmigung würde erteilt.
Rechtsexperten, wie der Anwalt Fred Rispoli, kommentierten den Vorfall und bezeichneten ihn als vermeidbar. Angesichts der hohen Anwaltskosten, die Ripple für seine Verteidigung aufwendet, sei dies ein unnötiger Fehler, der das Unternehmen zusätzlich unter Druck setzen könnte.
Insgesamt steht Ripple damit vor einer Reihe von Herausforderungen, sowohl rechtlicher als auch operativer Natur. Die nächsten Wochen dürften entscheidend sein, wie sich der Kurs und die Zukunft des Unternehmens entwickeln.
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