In den letzten zwölf Monaten gab es gleich mehrere Versuche, in den USA einen börsengehandelten Fonds (ETF) aufzulegen, der den Kursverlauf von XRP – der Kryptowährung aus dem Ripple-Netzwerk – abbildet. Anfang April gelang dem Vermögensverwalter Teucrium aus Vermont der erste große Schritt: Er brachte den weltweit ersten XRP-ETF an den Start – ausgerechnet in den USA, dem größten Finanzmarkt der Welt.

Das Produkt trägt den Namen Teucrium 2x Long Daily XRP ETF (XXRP) und ist an der NYSE Arca gelistet. Es richtet sich an Anleger, die von einer stärkeren Kursentwicklung von XRP profitieren wollen, denn der ETF bildet die tägliche Preisbewegung von XRP mit doppeltem Hebel ab. Und der Start verlief durchaus erfolgreich: Bereits am ersten Handelstag wurden rund 5 Millionen US-Dollar umgesetzt – ein starkes Signal für das Interesse institutioneller und privater Investoren.

Nur wenige Tage später folgte die nächste Nachricht: Die US-Börsenaufsicht SEC genehmigte drei weitere XRP-ETFs – diesmal vom Anbieter ProShares. Geplant sind ein Ultra XRP ETF, ein Short XRP ETF sowie ein Ultra Short XRP ETF. Ursprünglich sollten diese Produkte bereits am 30. April handelbar sein. Doch Bloomberg-Analyst James Seyffart machte klar, dass dieser Termin zu optimistisch war. Seiner Einschätzung nach ist mit einem Start „in naher oder mittelfristiger Zukunft“ zu rechnen.

Inzwischen gibt es aber mehr Klarheit: Neue Einreichungen bei der SEC legen den 14. Mai als geplantes Startdatum fest.

XRP

Wichtig zu wissen: Sowohl der ETF von Teucrium als auch die kommenden ProShares-Produkte basieren auf Futures-Kontrakten. Das bedeutet: Sie bilden den XRP-Kurs nicht direkt ab, sondern über Derivate. Im Gegensatz zu Spot-ETFs halten sie keine echten XRP-Coins. Und genau das wirft eine naheliegende Frage auf – nämlich: Wann kommt endlich ein echter Spot-ETF auf XRP-Basis?

Mehrere große Namen stehen bereits in den Startlöchern: Grayscale, Franklin Templeton, 21Shares, WisdomTree, Bitwise – sie alle haben bei der SEC Anträge für einen Spot-XRP-ETF eingereicht. Für Anleger wäre das ein echter Fortschritt. Denn wer in einen Spot-ETF investiert, erwirbt Anteile an einem Fonds, der im Gegenzug reale XRP kauft und verwahrt. Das Ganze läuft über das normale Depot, genau wie der Kauf einer Aktie – sicher, reguliert und ohne eigene Wallets oder technische Hürden.

Lange Zeit galt die SEC unter Gary Gensler als kryptofeindlich. Doch nun ist mit Paul Atkins ein neuer Mann an der Spitze der Behörde – und Atkins hat sich in der Vergangenheit offen für Kryptowährungen gezeigt. Viele in der Ripple-Community hoffen deshalb, dass nun endlich Bewegung in die Spot-ETF-Anträge kommt. Die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten hat diesen Optimismus zusätzlich befeuert. Trump hatte sich im Wahlkampf mehrfach kryptooffen geäußert, was den Druck auf die Regulierer erhöht.

Doch vorerst wurde dieser Hoffnung ein Dämpfer verpasst: Die SEC hat ihre Entscheidung über den Spot-ETF-Antrag von Franklin Templeton verschoben. Neuer Prüfungstermin ist nun der 17. Juni. Fox-Business-Reporterin Eleanor Terrett bezeichnete dieses Datum allerdings nur als „Zwischenstation“ – was durchblicken lässt, dass auch eine weitere Verzögerung nicht ausgeschlossen ist.

Trotzdem: Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Spot-XRP-ETF bald Realität wird, ist aus Sicht vieler Experten gestiegen. Eric Balchunas, ETF-Analyst bei Bloomberg, beziffert die Chancen für eine Zulassung im Jahr 2025 auf 85 Prozent. Die Prognoseplattform Polymarket kommt aktuell auf eine ähnliche Einschätzung – rund 80 Prozent.

Was also bleibt, ist ein wachsender Markt, regulatorische Bewegung und viel Vorfreude. Die Futures-basierten Produkte machen den Anfang, aber viele Anleger dürften erst dann wirklich einsteigen, wenn Spot-ETFs endlich zugelassen werden. Ob das noch 2024 passiert oder erst im kommenden Jahr – der Druck auf die SEC wächst. Und mit ihm das Momentum für XRP.


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