Ripple wagt den nächsten großen Schritt: Gemeinsam mit den Fintechs Chipper Cash, VALR und Yellow Card startet das Unternehmen seinen Stablecoin Ripple USD (RLUSD) in Afrika. Der Dollar-gebundene Coin soll Firmen und Institutionen bei grenzüberschreitenden Zahlungen, Liquiditätsmanagement und dem Handel mit tokenisierten Assets unterstützen. Eine stabile Digitalwährung, die vor allem eines verspricht: Verlässlichkeit in einem oft instabilen Finanzumfeld.
Afrikas Stablecoin-Boom – warum jetzt?
Traditionelle Banken sind in vielen Regionen Afrikas teuer und unzuverlässig. Kein Wunder also, dass Stablecoins wie Tether (USDT) längst zum Alltag gehören, wenn es ums Sparen oder Geldversenden geht. Doch RLUSD will mehr sein als nur eine weitere digitale Alternative. Ripple positioniert seinen Coin gezielt für professionelle Nutzer: Unternehmen, die große Beträge bewegen, und Institutionen, die Sicherheit und Stabilität erwarten.
Ripple selbst betont: RLUSD kann Treasury-Prozesse vereinfachen, Zahlungen beschleunigen und beim Handel mit tokenisierten Vermögenswerten wie Aktien oder Rohstoffen für mehr Sicherheit sorgen. Damit grenzt sich RLUSD klar von klassischen Consumer-Angeboten ab – und geht direkt auf die Bedürfnisse der Business-Seite ein.
Stablecoins gegen Klimarisiken – ein Pilotprojekt in Kenia
Besonders spannend: RLUSD wird nicht nur für Zahlungen getestet, sondern auch im Bereich Klimarisiko-Versicherungen. Mercy Corps Ventures erprobt derzeit smarte Policen in Kenia, die automatisch zahlen, sobald Wetterdaten bestimmte Bedingungen anzeigen.
Ein Beispiel: Satellitendaten zeigen Dürre – Landwirte erhalten sofort RLUSD, um Verluste abzufedern. Bei einer „Heavy Rainfall“-Police fließen Zahlungen, sobald starke Regenfälle die Ernte zerstören. Damit könnten Kosten und Wartezeiten klassischer Versicherungsmodelle drastisch sinken, während betroffene Gemeinden schneller und transparenter entschädigt werden.
So funktioniert RLUSD – und wo er schon handelbar ist
Herausgegeben wird RLUSD von einem Trust-Unternehmen in New York, reguliert vom State Department of Financial Services. Der Stablecoin ging Ende 2024 live und hat laut RWA-Daten bereits ein Umlaufvolumen von über 700 Millionen US-Dollar.
Verfügbar ist RLUSD sowohl auf Ethereum als auch auf dem XRP Ledger – und gelistet bei großen Börsen wie Bitstamp, Kraken und Gemini. Damit ist er schon jetzt breit zugänglich.
Die afrikanischen Partner zeigen sich überzeugt:
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Chipper-Cash-CEO Ham Serunjogi sieht RLUSD als Brücke für Institutionen, die Blockchain im Alltag einsetzen wollen.
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Yellow-Card-Chef Chris Maurice betont den Bedarf an robusten Lösungen für Treasury und Settlement.
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VALR-Mitgründer Farzam Ehsani verweist auf die wachsende Nachfrage nach hochwertigen Digital Assets.
Stablecoins auf dem Vormarsch – auch durch Trump
Der Schritt nach Afrika ist Teil einer globalen Bewegung. Immer mehr Investoren und Unternehmen sehen Stablecoins als schnellere, günstigere und sicherere Alternative zum klassischen Finanzsystem.
Ripple-CEO Brad Garlinghouse spricht sogar von einem historischen Wendepunkt: Im Juli 2025 hat US-Präsident Donald Trump das erste bundesweite Stablecoin-Gesetz unterzeichnet – ein Signal, dass Stablecoins künftig tief ins globale Bankwesen integriert sein könnten.
Analysten rechnen damit, dass der Markt von derzeit rund 250 Milliarden US-Dollar auf bis zu 2 Billionen US-Dollar anwachsen könnte. Selbst Traditionsunternehmen wie Western Union testen bereits Stablecoins für ihre Überweisungsdienste.
XRP-ETF: Grayscale erhöht den Druck
Parallel dazu steht XRP selbst im Fokus: Der XRP-Trust von Grayscale feiert im September 2025 sein einjähriges Jubiläum – und noch immer ist er kein Spot-ETF. Doch Grayscale drückt aufs Tempo.

Wie schon bei Bitcoin und Ethereum hat der größte Krypto-Vermögensverwalter bei der US-Börsenaufsicht SEC beantragt, den Trust in einen voll regulierten ETF umzuwandeln. Die Chancen stehen gut: Seit Trump im Amt ist und Gary Gensler als SEC-Chef zurückgetreten ist, rechnen Experten mit einem deutlich krypto-freundlicheren Kurs.
Auf Polymarket liegt die Wahrscheinlichkeit einer Genehmigung bis Jahresende inzwischen bei 93 % – manche Analysten gehen sogar von fast 100 % aus. Angesichts von 15 konkurrierenden Anträgen ist der Wettbewerb zwar groß, doch Grayscale gilt als Favorit.
Mein Fazit
Ripple bringt mit RLUSD nicht nur einen weiteren Stablecoin nach Afrika, sondern verbindet Technologie, Finanzmarkt und sogar Klimaschutz in einem Projekt. Für Unternehmen bedeutet das: Mehr Stabilität im Zahlungsverkehr, neue Möglichkeiten im Treasury – und reale Use Cases wie Versicherungen, die sofort auszahlen.
Gleichzeitig könnte ein möglicher XRP-Spot-ETF die Nachfrage nach Ripple-Produkten explosionsartig erhöhen. Wer den Krypto-Markt beobachtet, weiß: Wenn Infrastruktur, Regulierung und institutionelles Interesse aufeinandertreffen, entstehen oft die größten Chancen.
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