Manchmal fühlt es sich an, als hätten wir uns in eine Zeitmaschine gesetzt, zurück ins Jahr 2018, als die Blockchain-Technologie die Welt erobern und Kryptowährungen die neuen Helden der Finanzmärkte werden sollten. Erinnern Sie sich? Ripple Labs und ihr einstiger Superstar, der XRP-Token, galten als die nächsten großen Player. Doch dann kam die SEC, die US-Börsenaufsichtsbehörde, und ließ den Traum wie eine Seifenblase platzen.

Seitdem befanden sich Ripple und die SEC in einem zermürbenden Rechtsstreit. Monatelang, ja jahrelang wurden juristische Schlachten geschlagen, bei denen man manchmal das Gefühl hatte, es ginge weniger um Recht und Unrecht als vielmehr um das schiere Vergnügen am Prozessieren. Aber nun, oh Wunder, scheint ein Ende in Sicht zu sein. Ripple-CEO Brad Garlinghouse deutete an, dass man sich in dieser Woche in einem privaten Treffen auf eine Einigung verständigen könnte. Man hört förmlich die Korken knallen – zumindest in den Köpfen der XRP-Investoren.

Interessanterweise lässt Garlinghouse offen, ob tatsächlich aktive Vergleichsverhandlungen stattfinden. Doch sein Optimismus, dass die rechtlichen Fragen "sehr bald" geklärt würden, hat den XRP-Kurs bereits auf eine kleine Rallye geschickt. Mit 0,61 US-Dollar notiert der Token derzeit 15 Prozent höher als in der Vorwoche. Ein Comeback, das so manch einen Anleger hoffen lässt, die goldenen Zeiten könnten wiederkehren.

Der spektakuläre Teilerfolg im Juli 2023, als Richterin Torres entschied, dass XRP beim Handel durch Privatanleger kein Wertpapier sei, war ein Lichtblick im langen Dunkel des Rechtsstreits. Doch die SEC ließ nicht locker und forderte saftige Bußgelder, weil XRP beim Verkauf an institutionelle Anleger als Wertpapier eingestuft wurde. Fast zwei Milliarden US-Dollar standen im Raum. Ein Betrag, bei dem man unweigerlich an den legendären Refrain von Abba denken muss: "Money, money, money, must be funny, in the rich man's world."

Vor wenigen Wochen dann der vermeintliche Durchbruch: Ripple Labs schlug einen Kompromiss vor, doch die SEC – unter der eisernen Hand von Gary Gensler – lehnte entschieden ab. Man fragt sich, ob Gensler in seiner Freizeit Jura-Krimis liest und sich als unerschrockenen Detektiv sieht, der die dunklen Machenschaften der Kryptowelt aufdeckt.

Jetzt also die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Dramas. Sollte es zu einer Einigung kommen, könnte das dem XRP-Token neuen Schwung verleihen. Und wer weiß, vielleicht wird Brad Garlinghouse dann nicht nur als CEO von Ripple, sondern auch als der Mann in die Geschichte eingehen, der den legendärsten Rechtsstreit der Kryptowelt zu einem guten Ende gebracht hat.

Eines ist jedenfalls sicher: Der letzte Tropfen Ripple ist noch nicht gefallen. Wir bleiben gespannt und halten unsere digitalen Portemonnaies fest im Blick. Denn wenn dieser Sturm wirklich vorüberzieht, könnten die sonnigen Zeiten für den XRP-Token und seine treuen Anhänger tatsächlich wieder anbrechen.


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