Solana (SOL) geriet am Donnerstag unter Druck und fiel um 10,3 Prozent auf 236 US-Dollar, nachdem die Cyberdevise in der Vorwoche ein Allzeithoch von 264 US-Dollar erreicht hatte. Grund für die Korrektur ist eine zunehmende Gewinnmitnahme unter Netzwerk-Validierern, die möglicherweise die nächste Aufwärtsbewegung bremsen könnte.
Kursrückgang nach Rekordhoch
Angetrieben von bullishen Impulsen wie der angekündigten Ablösung von SEC-Chef Gary Gensler, wachsendem Interesse an Memecoins und einer ETF-Anmeldung durch Canary Capital zählte Solana im November zu den stärksten Werten am Kryptomarkt. Seit der Wiederwahl von Donald Trump am 5. November war der Kurs um 70,5 Prozent gestiegen und hatte am 22. November bei 264 US-Dollar ein neues Allzeithoch markiert.
Doch der Versuch, die Marke von 265 US-Dollar zu durchbrechen, scheiterte. Eine Welle von Gewinnmitnahmen setzte ein, die den Kurs bis Donnerstag auf 236 US-Dollar drückte.
Staking-Reduzierungen belasten Solana
Ein Blick auf die Blockchain-Daten zeigt: Große Solana-Investoren begannen, ihre Coins zu verkaufen, sobald der Kurs die Marke von 200 US-Dollar überschritt. Dadurch sank die Anzahl der in Staking-Verträgen gebundenen SOL-Coins, die zur Sicherung des Netzwerks dienen.
Laut StakingRewards.com waren am 8. November noch 397,9 Millionen SOL gestaked. Bis Donnerstag wurde diese Zahl um 10,8 Millionen SOL reduziert, was einem Wert von rund 2,6 Milliarden US-Dollar entspricht. Dieser starke Rückgang im Staking signalisiert, dass Großanleger bei den Höchstständen Kasse gemacht haben – ein Zeichen, das kurzfristig weiteren Druck auf den Kurs ausüben könnte.
Technischer Ausblick: Widerstand bei 250 US-Dollar entscheidend
Aus charttechnischer Sicht befindet sich Solana an einem kritischen Punkt. Der nächste Widerstand liegt bei der psychologisch wichtigen Marke von 250 US-Dollar. Sollte es nicht gelingen, diese Marke zu überwinden, könnte der Kurs weiter in Richtung der Unterstützungszone um 229 US-Dollar fallen. Ein Bruch dieser Marke würde sogar einen Rückgang bis auf 194 US-Dollar wahrscheinlich machen.
Gleichzeitig zeigt das Handelsvolumen Schwäche: Ein negativer Volumen-Trend deutet auf nachlassendes Kaufinteresse hin. Das Risiko einer weiteren Konsolidierung bleibt somit hoch.

Fazit: Erholung ungewiss
Obwohl Solana im November einer der großen Gewinner war, ist die Euphorie nach der jüngsten Korrektur vorerst gedämpft. Ein nachhaltiger Kursanstieg über 250 US-Dollar könnte den Bullen neues Vertrauen geben, doch der hohe Verkaufsdruck und die gestiegene Angebotsmenge stellen kurzfristig eine Belastung dar. Anleger dürften in den kommenden Tagen genau beobachten, ob sich die Stabilisierungstendenzen fortsetzen oder eine weitere Abwärtsbewegung bevorsteht.
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