Silber explodiert auf Rekordhoch – extreme Schwankungen erinnern an Kryptowährungen


Der Silberpreis markiert inmitten eines Booms am Edelmetallmarkt weiterhin neue Höchststände und zeigte sich am Wochenende mit teils heftigen Ausschlägen ungewöhnlich volatil – ein Kursverhalten, das eher an den Kryptomarkt erinnert.

Am Sonntag erreichte Silber ein neues Allzeithoch von fast 84 US-Dollar je Unze. Auch Gold war stark gefragt und stieg auf neue Rekordniveaus von rund 4.530 US-Dollar. Der Kryptomarkt hingegen bleibt weiter unter Druck.

Wie aus einem Beitrag der Marktanalyse-Plattform The Kobeissi Letter vom Sonntag hervorgeht, kam es bei Silber am Wochenende zu extremen Kursschwankungen. Innerhalb kurzer Zeit legte der Preis zunächst um 6 Prozent zu, bevor er anschließend um 10 Prozent einbrach.

„Derzeit herrscht beim Silber absoluter Wahnsinn: Um 18.20 Uhr Eastern Time, nur 20 Minuten nach Öffnung des Futures-Handels, schossen die Silberpreise auf ein Rekordhoch von 83,75 US-Dollar und lagen damit 6 Prozent im Plus. Bis 19.30 Uhr Eastern Time fielen die Preise dann auf ein Tief von 75,15 US-Dollar und löschten innerhalb von 70 Minuten rund 10 Prozent ihres Wertes aus“, schrieb The Kobeissi Letter.

Silber schwankt wie Bitcoin

Während Edelmetalle wie Silber und Gold üblicherweise als vergleichsweise preisstabil gelten, zeigt sich Silber traditionell deutlich volatiler als Gold.

Mit Blick auf die US-Geldpolitik richten sich die Erwartungen zudem auf das Jahr 2026, wenn ein neuer Vorsitzender der US-Notenbank die Nachfolge von Jerome Powell antreten soll. Marktteilnehmer rechnen unter einem weniger restriktiven und stärker an Präsident Donald Trump orientierten Fed-Chef mit deutlichen Zinssenkungen.

Sinkende Zinsen bedeuten geringere Renditen für festverzinsliche Anlagen. In einem solchen Umfeld steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Anleger verstärkt in Rohstoffe wie Gold und Silber umschichten.

Zusätzlich wird die Nachfrage nach Silber durch seine breite industrielle Verwendung gestützt. Das Metall wird für zahlreiche Produkte benötigt und gilt zudem als Teil des sogenannten „Debasement Trades“, der auf ein nachlassendes langfristiges Vertrauen in den US-Dollar infolge monetärer Inflation abzielt.

Bitcoin bleibt hinterher

Während Silber und Gold unter anderem durch die Aussicht auf Zinssenkungen Rückenwind erhalten, zeigte sich der Kryptomarkt im Dezember bislang schwach. Bitcoin (BTC) gab in den vergangenen 30 Tagen um 0,5 Prozent nach und notierte zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels bei 90.160 US-Dollar, wie Daten von CoinGecko zeigen.

Insgesamt war es ein schwieriges Jahr für die größte Kryptowährung. Trotz eines Anstiegs auf ein Allzeithoch von 120.000 US-Dollar Anfang Oktober benötigt Bitcoin nun einen Kurszuwachs von rund 6,5 Prozent, um das Jahr im Plus abzuschließen.


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