Coinbase Institutional hat angekündigt, dass ab dem 21. April 2025 XRP-Futures gehandelt werden können – vorausgesetzt, die Zustimmung der US-Regulierungsbehörde CFTC (Commodity Futures Trading Commission) kommt wie erwartet. Damit steht XRP kurz davor, auch im Bereich der regulierten Derivatemärkte Fuß zu fassen – ein Schritt, der weitreichende Folgen haben könnte.
Durch die sogenannte Selbstzertifizierung über die Plattform Coinbase Derivatives schafft Coinbase die Grundlage für ein neues Finanzprodukt, das institutionellen Investoren eine effiziente Möglichkeit bietet, in XRP zu investieren – und das unter regulierten Bedingungen.
Was auf den ersten Blick wie ein technisches Detail wirkt, ist in Wahrheit ein strategischer Meilenstein. Denn Futures sind nicht nur ein Tool zur Absicherung oder Spekulation – sie sind häufig auch Voraussetzung für weitere Produkte, wie etwa börsengehandelte Fonds (ETFs). Die Genehmigung von Spot-ETFs für Bitcoin und Ethereum durch die SEC basierte unter anderem auf der Existenz regulierter Futures-Märkte. Genau hier könnte sich auch für XRP eine Tür öffnen. Der Markt spekuliert schon länger auf einen Spot-ETF – die Einführung von Futures wäre der logische erste Schritt dorthin.
Hinweise auf wachsenden institutionellen Appetit gibt es reichlich: ETF-Anträge von Bitwise, 21Shares, Franklin Templeton und ProShares zeigen, dass das Interesse groß ist. Gleichzeitig versucht Grayscale, seinen Large-Cap-Krypto-Fonds in einen diversifizierten ETF umzuwandeln – ein weiterer Beleg für den Trend hin zu regulierten Krypto-Investments mit breiterem Fokus.
Regulatorische Unsicherheit fällt weg – Ripple setzt sich durch
Ein weiterer entscheidender Punkt: Der langjährige Rechtsstreit zwischen Ripple und der US-Börsenaufsicht SEC ist offenbar endgültig beigelegt. Laut Ripple-CEO Brad Garlinghouse hat sich die SEC dazu entschieden, ihre Berufung fallen zu lassen. Eine offizielle Stellungnahme der Behörde steht zwar noch aus, aber damit wäre ein juristisches Kapitel abgeschlossen, das seit Ende 2020 wie ein Schatten über XRP lag.
Ripple zahlt im Zuge der Einigung 50 Millionen US-Dollar – ein Betrag, der deutlich unter früheren Erwartungen liegt. Für den Markt bedeutet das vor allem eines: mehr Klarheit. Die regulatorische Unsicherheit, die XRP jahrelang belastet hat, verschwindet – und mit ihr ein zentrales Hindernis für die breitere Akzeptanz bei institutionellen Anlegern. Dass genau jetzt die Futures kommen, ist kein Zufall.
Technischer Ausblick: XRP verteidigt die 2-Dollar-Marke
Aktuell notiert XRP bei 2,05 US-Dollar – ein leichter Rückgang von 0,10 %, aber technisch gesehen noch immer über einem wichtigen Unterstützungsbereich. Die Zone rund um 2,00 Dollar hat zuletzt mehrfach gehalten. Das zeigt: Käufer bleiben am Markt aktiv, auch wenn die Dynamik noch verhalten ist.
Auf der Oberseite gilt es, die Marke bei 2,15 Dollar zu überwinden – hier verläuft auch der 50-Tage-Durchschnitt, der momentan als kurzfristiger Widerstand fungiert. Sollte dieser Bereich durchbrochen werden, wären Kursziele bei 2,25 und 2,35 Dollar realistisch. Gelingt der Durchbruch jedoch nicht und fällt XRP unter 2,00 Dollar, könnte ein Rücksetzer in Richtung 1,85 oder sogar 1,80 folgen.
Vorerst bleibt die Lage technisch neutral bis leicht positiv. Aber: Die Kombination aus juristischer Entlastung, regulatorischem Fortschritt und dem möglichen Weg zu einem ETF könnte den nötigen Impuls liefern, um XRP aus der Konsolidierung zu befreien.

Fazit: Ein neues Kapitel für XRP beginnt
Die geplante Einführung von XRP-Futures ist weit mehr als nur ein weiteres Produkt-Update. Sie könnte der Startschuss für eine neue Phase sein – eine, in der XRP endlich auch im institutionellen Bereich ankommt. Die regulatorischen Voraussetzungen sind in Bewegung, der juristische Ballast fällt weg, und das Interesse institutioneller Investoren nimmt zu.
Ob daraus in naher Zukunft tatsächlich ein XRP-ETF wird, bleibt offen. Aber es sieht so aus, als würde das Umfeld erstmals seit Jahren wieder dafür sprechen. Anleger, die auf ein Comeback von XRP setzen, bekommen in diesen Tagen zumindest eines: ein deutlich besseres Setup als noch vor wenigen Monaten.
Es wird alles unternommen, um genaue und vollständige Informationen bereitzustellen. Doch mit den Tausenden zur Verfügung gestellten Dokumenten, die oft innerhalb kurzer Zeit hochgeladen werden, können wir nicht garantieren, dass keine Fehler auftreten. Jede Wiederveröffentlichung oder Weiterverbreitung von FXStreet Inhalten ist ohne die vorherige schriftliche Zustimmung von FXStreet verboten. Der Handel mit Devisen auf Margin (Verrechnungskonto) trägt ein hohes Risiko und ist möglicherweise nicht für alle Investoren geeignet. Der hohe Hebel kann gegen Sie, sowie für Sie arbeiten. Vor der Entscheidung am Devisenmarkt zu handeln, sollten Sie sorgfältig Ihre Anlageziele, Erfahrung und Risikobereitschaft prüfen. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie einen Verlust einiger oder aller Ihrer Investitionen erleiden und deshalb sollten Sie kein Geld investieren, dass Sie sich nicht leisten können zu verlieren. Sie sollten sich aller Risiken bewusst sein, die mit dem Devisenhandel verbunden sind und konsultieren Sie einen unabhängigen Finanzberater, wenn Sie irgendwelche Zweifel haben. Alle Meinungen, Nachrichten, Forschungen, Analysen, Kurse oder andere Informationen, welche diese Informationen enthalten, die von FXStreet, seinen Angestellten, Mitarbeitern oder Partnern bereit gestellt werden, sind als allgemeine Marktkommentare zu verstehen und bieten keine Anlageberatung. FXStreet übernimmt keine Haftung für irgendwelche Verluste oder Schäden, einschließlich, ohne Beschränkung auf entgangene Gewinne, die direkt oder indirekt mit der Verwendung oder im Vertrauen auf diese Informationen entstehen.
Kryptowährungen Nachrichten
WEITERE INFOS
Alarm bei Ripple: Diese Zahl macht XRP-Anlegern jetzt Angst
Ripple (XRP) steht massiv unter Druck. Während sich der Kryptomarkt insgesamt in einen klaren Risk-off-Modus verabschiedet, trifft es den Remittance-Token besonders hart. Am Freitag notiert XRP bei rund 1,37 US-Dollar – ein Tagesverlust von fast 5 %.
Bitcoin stürzt ab – Krypto-Markt verliert Milliarden, Panik an den Börsen
Bitcoin (BTC) ist am Donnerstag unter die Marke von 65.000 US-Dollar gefallen und hat binnen 24 Stunden rund 11 Prozent verloren. Damit verzeichnet die größte Kryptowährung den stärksten Rückgang seit dem sogenannten Leverage Flush vom 10. Oktober. Seit diesem Ereignis hat Bitcoin mehr als 50 Prozent seines damaligen Wertes eingebüßt.
Krypto-Schock bei Ethereum: Milliardenverluste und Angst vor weiterem Absturz
Ethereum (ETH) hat seine Talfahrt am Donnerstag fortgesetzt und binnen 24 Stunden mehr als fünf Prozent verloren. Der Kurs fiel in Richtung der Marke von 2.100 US-Dollar und damit unter den durchschnittlichen Einstiegspreis beziehungsweise den realisierten Preis der Investoren von 2.310 US-Dollar, wie aus Daten von CryptoQuant hervorgeht.
Solana Preisprognose: SOL-Ausverkauf intensiviert sich, da BTC auf 60.000 USD fällt
Der Preis von Solana (SOL) weitet seine Korrektur aus und rutscht am Freitag unter 70 USD, nachdem er in dieser Woche bisher über 23 % verloren hat. Der Ausverkauf wurde durch die allgemeine Schwäche auf dem Kryptomarkt angeheizt, wobei Bitcoin (BTC) am Freitag ein Tief von 60.000 USD erreichte.
Krypto-Markt verliert 2,65 Milliarden USD, während Bitcoin auf 60.000 USD sinkt, begleitet von bärischer Stimmung
Die Marktbewertung der Kryptowährungen ist um 2,8 Billionen Dollar gesunken, da der Branchenführer Bitcoin am Freitag zunächst auf 60.000 Dollar fiel, bevor er auf 65.000 Dollar zurückschoss. Die Marktstimmung ist äußerst bearish, was durch massive Liquidationen, sinkendes Open Interest und eine Verkaufsseite im Derivatemarkt belegt wird.