Ripple (XRP) steht an einem entscheidenden Punkt. Seit Tagen bewegt sich die Kryptowährung in einer engen Spanne zwischen 2,83 und 2,93 Dollar – ein Nervenspiel für Anleger. Doch die eigentliche Gefahr kommt nicht nur vom Chart, sondern aus Washington: Neue US-Wirtschaftsdaten und die jüngste Zinsentscheidung der Federal Reserve könnten den Kurs in den nächsten Tagen dramatisch beeinflussen.
US-Arbeitsmarkt schockt: Warum sinkende Job-Anträge XRP unter Druck setzen
Am Donnerstag meldete das US-Arbeitsministerium nur 218.000 neue Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe – deutlich weniger als die erwarteten 235.000. Das klingt positiv, ist aber ein Problem für Krypto. Denn: Ein robuster Arbeitsmarkt bedeutet, dass die US-Notenbank weniger Druck hat, die Zinsen weiter zu senken.
Dabei hatte Fed-Chef Jerome Powell erst am 17. September nach der Zinssenkung um 25 Basispunkte auf 4,00–4,25 % erklärt, dass die „Abkühlung am Arbeitsmarkt“ einer der Hauptgründe für die Lockerung war. Jetzt deutet der Trend in die andere Richtung.
Noch ein Alarmzeichen: Der PCE-Preisindex, das wichtigste Inflationsmaß der Fed, kletterte im zweiten Quartal auf 2,6 % – über dem Zielwert von 2 %. Inflationsdruck + starker Arbeitsmarkt = Zinswende auf der Kippe. Für riskante Assets wie Krypto ist das Gift.
Was bedeutet das für dich als Anleger?
XRP hat seit dem 17. September bereits fast 8 % verloren. Anleger fürchten, dass die Fed weniger aggressiv lockert als erhofft. Kommt jetzt der nächste Schlag durch die PCE-Daten am Freitag? Sie könnten die entscheidende Weichenstellung für die Geldpolitik im vierten Quartal liefern – und damit für den gesamten Kryptomarkt.
XRP-Charts im Fokus: Letzte Bastion bei 2,83 Dollar
Technisch gesehen klammert sich XRP an die Unterstützung bei 2,83 Dollar, gestützt vom 100-Tage-EMA. Doch das Bild ist brüchig. Der RSI steht mit 43 klar im bärischen Bereich – die Bullen verlieren Kraft.
Noch schlimmer: Seit Montag sendet der MACD ein Verkaufssignal. Solange die blaue Linie unter der roten Signallinie bleibt, überwiegt der Verkaufsdruck. Rutscht XRP unter 2,83 Dollar, dürfte die nächste Station bei 2,60 Dollar (200-Tage-EMA) liegen. Und fällt diese Marke, droht ein Absturz Richtung 2,50 Dollar – eine psychologisch extrem wichtige Grenze.

Gibt es noch Hoffnung auf ein Comeback?
Ja, aber die Luft wird dünn. Erst ein Ausbruch über den 50-Tage-EMA bei 2,94 Dollar könnte kurzfristig neues Leben in den Kurs bringen. Noch entscheidender wäre ein Bruch der seit Ende Juli fallenden Trendlinie – nur so lässt sich der Abwärtstrend drehen und ein Angriff auf die 3,00-Dollar-Marke starten.
Bis dahin gilt: XRP steht am Scheideweg. Die kommenden Tage mit den US-Inflationsdaten könnten alles entscheiden – Erholung oder Absturz.
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Kryptowährungen Nachrichten
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