Es gibt da diese Frage, die man sich irgendwann stellen muss, wenn man tief genug in den Kaninchenbau der Kryptowährungen eintaucht: Was macht eigentlich Ripple XRP besser als Bitcoin? Und während man sich an den unzähligen Diskussionen in Foren und auf Twitter vorbeischlängelt, kann man das leise Lachen eines echten Krypto-Veteranen vernehmen. Ja, es gibt sie wirklich – die, die fest davon überzeugt sind, dass XRP das bessere Bitcoin ist.
Fangen wir mal mit dem Offensichtlichen an: Geschwindigkeit. Während Bitcoin sich gemächlich wie ein Ozeandampfer durch die Transaktionen schleppt, schießt XRP durch die Blockchain wie ein Düsenjet. Wo Bitcoin Minuten braucht, um eine Transaktion zu bestätigen, hat XRP die Sache in Sekunden erledigt. Das ist, als würde man einen Brief mit der Schneckenpost verschicken und dann jemand vorbeikommt, der den Brief direkt vor die Tür des Empfängers teleportiert. Aber sind wir ehrlich, Geschwindigkeit ist doch nicht alles, oder? Denn wie jeder gute Dampfer-Fan weiß, braucht es Zeit, um Geschichte zu schreiben – und das tut Bitcoin unbestreitbar seit über einem Jahrzehnt.
Dann gibt es da noch das Thema Skalierbarkeit. Während Bitcoin ständig am Limit der Belastbarkeit operiert und alle paar Jahre ein Upgrade braucht, das irgendwie das alte Glühbirnen-Moment heraufbeschwört („Was, du benutzt noch kein SegWit?“), kann XRP scheinbar mühelos Milliarden von Transaktionen abwickeln. Es ist fast so, als ob Bitcoin ein alter Großvater wäre, der sich weigert, die neue Technologie anzunehmen, während XRP der hippe Enkel ist, der die neueste Smartwatch trägt und dir erklärt, wie du dein Leben optimieren kannst.
Aber halt, bevor wir den Sekt für XRP kaltstellen: Da gibt es noch das Thema Dezentralisierung. Während Bitcoin wie ein anarchistischer Traum durch die Welt wandert, unkontrolliert und von niemandem wirklich gesteuert, ist XRP – nun ja – eher wie eine Firma, die sich Mühe gibt, so auszusehen, als wäre sie nicht zu 100% zentralisiert. Für manche ist das ein Segen, für andere eine Katastrophe. Wer will schon in eine Kryptowährung investieren, die von einer Handvoll Leuten gesteuert wird? Das wäre ja fast so, als würde man sich freiwillig in die Arme einer Zentralbank werfen – was, nebenbei bemerkt, das ist, wovor uns die Bitcoin-Evangelisten seit jeher warnen.
Und dann gibt es da noch die Frage nach der Philosophie. Bitcoin ist mehr als nur eine Währung, es ist eine Bewegung, ein Statement gegen das Establishment, ein digitales "Hasta la victoria siempre!". XRP hingegen ist eher der pragmatische Bruder, der sich denkt: „Revolution ist ja gut und schön, aber wie kann ich das in Geld umwandeln?“
Am Ende bleibt also die Frage: Ist Ripple XRP wirklich besser als Bitcoin? Die Antwort hängt wohl davon ab, was man von einer Kryptowährung erwartet. Schnelle und günstige Transaktionen? Klar, da punktet XRP. Aber wenn es um Ideologie, Dezentralisierung und den guten alten Anti-Establishment-Charme geht, ist Bitcoin immer noch der unangefochtene König.
Also, bevor wir die Kronjuwelen an XRP übergeben: Vielleicht hat der alte, langsame, ungeschickte Bitcoin doch mehr zu bieten, als auf den ersten Blick zu sehen ist. Und wer weiß, vielleicht ist der Ozeandampfer doch der Weg, den wir alle letztlich einschlagen wollen. Denn manchmal ist der Weg das Ziel – und Bitcoin hat uns auf eine ziemlich aufregende Reise mitgenommen.
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