Eine riesige XRP-Transaktion hat die Kryptomärkte ordentlich in Bewegung versetzt. Laut On-Chain-Daten von Whale Alert wurden rund 200 Millionen XRP, also etwa 355 Millionen US-Dollar, von einer unbekannten Wallet an die Börse Binance verschoben.
Solche Bewegungen werfen Fragen auf. Denn wenn große Mengen einer Kryptowährung auf eine Börse transferiert werden, ist das häufig ein Vorbote für Verkäufe – was wiederum Druck auf den Kurs ausübt. Genau das ist nun passiert: XRP fiel kurzfristig auf 1,60 US-Dollar, und die Marktstimmung drehte deutlich ins Negative.
Doch während viele Anleger auf mögliche weitere Verluste blicken, sehen andere genau jetzt eine interessante Gelegenheit.
ETF-Zulassung bringt Hoffnung ins Spiel
Trotz des Kursrutsches gibt es auch positive Nachrichten: Die US-Börse NYSE Arca hat kürzlich den Teucrium 2X Long Daily XRP ETF genehmigt. Das hat dem Gesamtbild einen optimistischen Impuls verliehen – auch wenn noch unklar ist, ob sich der Trend nun nach oben oder unten fortsetzen wird. Die Analystenmeinungen dazu gehen jedenfalls weit auseinander.
Zwischen Korrektur und Comeback: Wie geht es mit XRP weiter?
Charttechnisch steht XRP an einem spannenden Punkt. Einige Analysten sehen aktuell ein sich ausbildendes „Head-and-Shoulders“-Muster – ein klassisches Signal für eine mögliche Trendwende nach unten. Sollte sich dieses Muster bestätigen, könnte der Kurs sogar bis auf 1,30 US-Dollar abrutschen, bevor eine Bodenbildung denkbar wäre.
Der Trader Casi Trades warnt zudem davor, dass die frühere Unterstützung bei 1,90 US-Dollar inzwischen zum Widerstand geworden ist. Gleichzeitig befindet sich der Relative Strength Index (RSI) im überverkauften Bereich. Das könnte kurzfristig für eine technische Erholung sprechen, ändert aber nichts an der Unsicherheit im Markt.
Worauf es jetzt laut Analysten ankommt:
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1,90 US-Dollar ist nun Widerstand
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1,55 US-Dollar wird zur kritischen Unterstützung
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Der überverkaufte RSI signalisiert ein mögliches Rebound-Potenzial
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Langfristige Ziele von 8 bis 13 US-Dollar sind möglich – aber nur, wenn 1,55 hält
Ein anderer Blick: Baut sich hier eine neue Aufwärtsbewegung auf?
CredibleCrypto sieht die Lage entspannter. Für ihn befindet sich XRP gerade in einer potenziellen Bodenbildungsphase, genauer gesagt in einer Nachfragezone zwischen 1,61 und 1,79 US-Dollar. Aus seiner Sicht könnte genau dieser Bereich als Sprungbrett für eine neue Aufwärtsbewegung dienen.
Auch Egrag Crypto sieht interessante Signale: Seiner Analyse zufolge könnte sich ein inverses Head-and-Shoulders-Muster bilden – ein eher bullisches Zeichen. Sollte XRP die Marke von 1,97 US-Dollar zurückerobern und anschließend 2,17 US-Dollar knacken, könnte sich daraus ein neuer Aufwärtstrend entwickeln.
Was dann möglich wäre:
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2,72 US-Dollar als erstes Ziel
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3,70 US-Dollar als nächster Schritt – und ein möglicher Retest des Allzeithochs
Doch Egrag bleibt vorsichtig: Fällt der Kurs unter 1,61 US-Dollar, gerät das bullische Szenario schnell ins Wanken.
Rücksetzer als Einstieg? Die Vergangenheit spricht Bände
Egrag verweist zudem auf die Historie von XRP. In der Vergangenheit sind starke Kursrückgänge dem Coin nicht fremd – und sie waren oft Vorläufer massiver Anstiege:
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2017: Rückgang um 73 %, danach Anstieg um 2.700 %
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2021: Einbruch um 78 %, anschließend über 1.000 % Plus
Er erkennt darin ein Muster – nämlich, dass größere Rücksetzer bei XRP häufig der Startschuss für neue Rallys waren. Und noch ein technisches Signal macht ihm Hoffnung: Die 50-Tage-Linie liegt weiterhin über der 200-Tage-Linie, was für einen intakten langfristigen Aufwärtstrend spricht.
Seine Haltung fasst er mit einem Satz zusammen:
„You buy the blood – even if it’s your own.“
Für ihn sind panikgetriebene Rücksetzer oft die besten Chancen für langfristig orientierte Anleger.
Fazit:
XRP steht an einem Wendepunkt. Die jüngste Großtransaktion hat kurzfristig für Nervosität gesorgt, doch langfristig könnten genau solche Rücksetzer neue Chancen eröffnen. Viel wird jetzt davon abhängen, ob die Unterstützungszone um 1,55 bis 1,61 US-Dollar hält. Sollte das der Fall sein, ist ein neuer Aufwärtstrend durchaus denkbar – inklusive Kurszielen weit über dem aktuellen Niveau. Wer langfristig denkt und Volatilität nicht scheut, könnte hier genau hinschauen.
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