XRP hat sich am Donnerstag bei rund 2,20 USD gehalten, nachdem Ripple bekannt gegeben hat, eine regulatorische Lizenz von der Dubai Financial Services Authority (DFSA) erhalten zu haben. Diese Genehmigung erlaubt es dem Unternehmen, Krypto-Zahlungsdienste für Unternehmen innerhalb des Dubai International Finance Center (DIFC) anzubieten.
Ripple wird erster lizensierter Krypto-Zahlungsanbieter im DIFC
Mit dieser Lizenz ist Ripple das erste Unternehmen, das offiziell von der DFSA für blockchain-basierte Zahlungsdienste in Dubai zugelassen wurde. Ein entscheidender Schritt, der auch von offizieller Seite begrüßt wird.
"Wir freuen uns, dass Ripple sein Engagement für Dubai weiter ausbaut und als erster blockchain-gestützter Zahlungsanbieter eine DFSA-Lizenz erhalten hat," sagte Arif Amiri, CEO der DIFC Authority, in einer Pressemitteilung.
Ripple stärkt damit seine Präsenz in einer Region, die bereits 20 Prozent der weltweiten Nutzerbasis des Unternehmens ausmacht. Die Nachfrage nach Krypto-Zahlungen wächst hier rasant – und mit klaren regulatorischen Rahmenbedingungen könnte der Markt weiter an Dynamik gewinnen.
"Die Kryptoindustrie erlebt derzeit eine beispiellose Wachstumsphase – getrieben durch mehr regulatorische Klarheit und die steigende Akzeptanz durch institutionelle Investoren," erklärte Brad Garlinghouse, CEO von Ripple.
Die Lizenz in Dubai reiht sich in eine wachsende Liste von regulatorischen Genehmigungen ein. In den USA besitzt Ripple bereits über 50 Money Transmitter Licenses (MTLs), darunter in den streng regulierten Bundesstaaten New York und Texas. Weltweit hat das Unternehmen inzwischen mehr als 60 Lizenzen gesammelt, um seinen Zahlungsdienst weiter auszubauen.
Während Ripple in Dubai also expandiert, könnte sich in den USA endlich eine Lösung für den langjährigen Rechtsstreit mit der Securities & Exchange Commission (SEC) abzeichnen. Die Verhandlungen ziehen sich allerdings in die Länge, da Ripples Anwälte offenbar auf bessere Bedingungen drängen, als sie durch das Urteil von Analisa Torres im August vorgegeben wurden.
XRP bleibt unter Druck – Kein Durchbruch trotz Dubai-News
Trotz der positiven Nachrichten gelang es XRP nicht, eine entscheidende Widerstandsmarke zu durchbrechen. Laut Coinglass wurden in den letzten 24 Stunden XRP-Futures im Wert von 10,2 Millionen USD liquidiert – fast genau hälftig aufgeteilt zwischen Long- und Short-Positionen.
Nach der Ankündigung der Dubai-Lizenz testete XRP zwar die obere Grenze eines fallenden Kanals, wurde dort aber abgewiesen. Der Kaufdruck reichte nicht aus, um den Ausbruch zu bestätigen.
Ein Blick auf die technische Analyse zeigt, dass diese Widerstandszone zusätzlich durch den 50-Tage-EMA und den Simple Moving Average (SMA) verstärkt wird. Sollte XRP es dennoch schaffen, aus diesem Kanal nach oben auszubrechen, könnte der nächste Anlaufpunkt bei 2,72 USD liegen.
Auf der Unterseite bleibt die 2,00-USD-Marke eine wichtige Unterstützung. Falls XRP darunter rutscht, könnte die untere Begrenzung des fallenden Kanals ein weiteres Absinken verhindern.

Interessant ist, dass der Relative Strength Index (RSI) und der Stochastic Oscillator (Stoch) zwar noch unter ihren neutralen Werten liegen, aber langsam nach oben drehen. Das deutet darauf hin, dass der Abwärtsdruck nachlässt und sich das Momentum allmählich zugunsten der Käufer verschieben könnte.
Fazit: Wichtiger Meilenstein, aber XRP muss nachlegen
Die neue Lizenz ist ein klarer Erfolg für Ripple und könnte langfristig einen positiven Einfluss auf XRP haben. Doch kurzfristig zeigt sich, dass der Markt zurückhaltend reagiert. Der Widerstand bleibt hartnäckig, und die Bullen konnten bisher keinen nachhaltigen Anstieg durchsetzen.
Sollte XRP aus dem fallenden Kanal ausbrechen, könnte sich das Blatt wenden und der Kurs in Richtung 2,72 USD steigen. Bleibt der Durchbruch aus, wird die 2,00-USD-Marke zur entscheidenden Unterstützung. Ripple hat mit der Dubai-Lizenz einen großen Schritt gemacht – jetzt bleibt abzuwarten, ob sich das auch bald im XRP-Kurs widerspiegelt.
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