XRP stürzt auf 2,10 US-Dollar – und keiner spricht darüber: Steht Ripple jetzt vor dem nächsten Absturz oder vor einer unsichtbaren Chance?

Ripple (XRP) hält sich am Dienstag noch knapp über der Marke von 2,10 US-Dollar – einer Zone, die über die kurzfristige Zukunft des Tokens entscheiden könnte. Während die breite Kryptolandschaft ins Rutschen gerät, wächst die Unsicherheit, und genau hier beginnt die Geschichte spannend zu werden. Die Frage lautet: Fällt XRP jetzt durch diese Unterstützung – oder baut sich hier gerade der nächste große Rebound auf, den niemand auf dem Radar hat?

Die Fakten sprechen zunächst eine klare Sprache: Kaum Retail-Nachfrage, kaum institutionelles Kapital, keine neuen Kurstreiber und eine hartnäckige Risikoaversion. Dazu eine Notenbank, die mit widersprüchlichen Signalen für maximale Nervosität sorgt. Seit der Zinssenkung im Oktober hat sich das Marktgefühl deutlich eingetrübt. Anleger in riskanteren Assets richten ihren Blick weniger auf Chancen – sondern auf die Gefahr, dass die Fed bei der Sitzung am 10. Dezember ihren Lockerungskurs stoppt.

Das Problem: Fed-Chef Jerome Powell hatte bereits im November klargemacht, dass weitere Zinssenkungen keineswegs garantiert seien. Der Leitzins wurde zwar um 25 Basispunkte gesenkt – auf 3,75 % bis 4,00 % –, doch genau dieses „nicht garantiert“ hängt jetzt wie eine dunkle Wolke über dem Markt.

Und die Märkte? Sie sind praktisch gespalten. Laut CME FedWatch erwarten 50,6 % der Marktteilnehmer eine erneute Senkung um 25 Basispunkte. Die anderen 49,4 % rechnen mit einer kompletten Pause. Für Kryptowährungen ist diese Pattsituation fatal: Sie erzeugt Unsicherheit – und Unsicherheit bedeutet Verkaufsdruck.

Der XRP-Derivatemarkt sendet ein Warnsignal

Ein Blick auf das Open Interest zeigt, wie vorsichtig Trader geworden sind. XRP-Futures kommen am Dienstag im Schnitt nur auf 3,6 Milliarden US-Dollar. Normalerweise wäre ein steigendes OI ein Zeichen für steigende Überzeugung. Doch seit Tagen bewegt sich der Wert seitwärts. Das bedeutet: kaum neue Positionen, kaum frisches Kapital, kaum Vertrauen in eine kurzfristige Erholung.

Traders reduzieren Risiko. Viele steigen sogar komplett aus. Und das verstärkt die risk-off Stimmung zusätzlich.

Technisch betrachtet: XRP sitzt auf dünnem Eis

Die Unterstützung bei 2,10 US-Dollar ist aktuell der letzte Halt, den XRP verteidigen kann. Der Relative-Stärke-Index (RSI) steht bei 38 – das ist kein bullisches Signal, aber zumindest ein Hinweis darauf, dass sich der Markt stabilisieren könnte. Sollte der RSI wieder Richtung bullischer Zone ziehen, wäre das ein erster ernstzunehmender Erholungsimpuls.

Doch die Gegenargumente wiegen schwer:

  • Der MACD sendet seit Sonntag ein klares Verkaufssignal.

XRP handelt unter allen wichtigen gleitenden Durchschnitten:

  • 50-Tage-EMA bei 2,49 US-Dollar
  • 200-Tage-EMA bei 2,55 US-Dollar
  • 100-Tage-EMA bei 2,59 US-Dollar

Dies ist ein eindeutig bärisches Setup. Solange XRP nicht über mindestens einen dieser EMAs zurückkommt, bleibt der Druck hoch.

Besonders heikel sind zwei Preiszonen, die als nächste Anlaufstellen gelten könnten, sollte 2,10 US-Dollar brechen:

  • 2,07 US-Dollar (am 4. November getestet)
  • 1,90 US-Dollar (Tief aus dem Juni)

Beide Marken stehen als mögliche Ziele bereit – und sie rücken schnell näher, sollte die Unterstützung bei 2,10 US-Dollar fallen.

Was bedeutet das jetzt für Anleger?

Trotz aller Risikofaktoren ist die Situation nicht völlig aussichtslos. Sollte die Nachfrage in den kommenden Sitzungen wieder anziehen, könnte XRP stabilisieren und erneut die 50-Tage-EMA bei 2,49 US-Dollar ansteuern. Genau an dieser Stelle würde sich entscheiden, ob XRP das Potenzial für eine breitere Erholung besitzt.

Doch Anleger stehen vor einem simplen, aber entscheidenden Dilemma:

  • Hält XRP die Zone um 2,10 US-Dollar, besteht eine realistische Chance auf eine technische Erholung.
  • Fällt diese Marke, geht der Blick sofort Richtung 2,07 und tiefer auf 1,90 US-Dollar.

Solange die Fed am 10. Dezember nicht klar signalisiert, dass der Lockerungskurs weitergeht, bleibt XRP in einer Art Schwebezustand. Alles hängt davon ab, wie der Markt dieses Event interpretiert – und ob sich die Risikoaversion weiter verschärft.

Fazit

XRP steht in diesen Tagen auf einem der sensibelsten Unterstützungsniveaus der letzten Monate. Der Markt ist nervös, Trader sind zurückhaltend, technische Indikatoren mahnen zur Vorsicht. Gleichzeitig gibt es klare Erholungszonen, die den Kurs stabilisieren könnten – sofern sich Investoren wieder in den Markt trauen.

Kurz gesagt: Die Zone um 2,10 US-Dollar entscheidet alles.

Ein Bruch könnte eine neue Verkaufswelle auslösen. Eine Verteidigung könnte den Grundstein für die nächste XRP-Erholung legen.


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