Ripple Labs könnte bald einen neuen Schub erhalten, nachdem CEO Brad Garlinghouse in einem Interview Spekulationen auf eine bevorstehende Einführung eines börsengehandelten Fonds (ETF) für die Kryptowährung XRP schürte. Laut Garlinghouse könnte eine solche Zulassung kurz bevorstehen, was ein bedeutender Schritt für Ripple und den Kryptomarkt insgesamt wäre. Dies berichtete der CEO im Gespräch mit Bloomberg Television am 23. Oktober 2024.

Garlinghouse betonte, dass sowohl institutionelle als auch private Anleger zunehmend Interesse an Kryptowährungen zeigten. Dies lasse sich bereits an der Entwicklung von Bitcoin ablesen, so der CEO. "Die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC war zunächst zurückhaltend, was die Genehmigung eines Spot-Bitcoin-ETF anging, doch die endgültige Zulassung hat die starke Nachfrage bestätigt", erklärte er. Seit ihrer Einführung im Januar 2024 hätten diese ETFs fast 17 Milliarden US-Dollar eingesammelt. Damit sei klar, dass nicht nur Bitcoin, sondern auch andere Kryptowährungen, wie XRP, von einem solchen Finanzprodukt profitieren könnten.

Citigroup beendet Beziehung mit Ripple-CEO – Kritik an der US-Regierung

Parallel dazu sorgte Garlinghouse mit einer weiteren Aussage für Aufsehen. In Washington enthüllte der CEO, dass er von der Citigroup nach 25 Jahren als Kunde wegen seiner engen Verbindungen zur Kryptowährungsbranche fallen gelassen wurde. Dies sei nicht der einzige Fall: "Einige meiner persönlichen Bankbeziehungen wurden aufgrund meiner Aktivitäten im Kryptobereich beendet", sagte er.

Garlinghouse äußerte scharfe Kritik an der derzeitigen US-Regierung und insbesondere an der SEC. Er warf deren Vorsitzendem Gary Gensler eine "Schreckensherrschaft" über die Kryptoindustrie vor und beschuldigte das US-Finanzministerium sowie die Bankenaufsichtsbehörde Office of the Comptroller of the Currency, aggressiv gegen die Branche vorzugehen. Trotz dieser Hindernisse zeigte er sich optimistisch, dass die Zukunft der Kryptowährungen, unabhängig vom Ausgang der anstehenden Präsidentschaftswahlen, positiver werde.

Analystenmeinungen und Marktausblick

Marktbeobachter gehen davon aus, dass ein möglicher XRP-ETF erhebliches Kurspotenzial für Ripple eröffnen könnte. Die Analysten sehen darin einen weiteren Beweis für die zunehmende Relevanz von Kryptowährungen im Finanzsektor. "Das Interesse an digitalen Vermögenswerten beschränkt sich nicht mehr nur auf Bitcoin", kommentierte ein Händler, der weitere Entwicklungen bei XRP mit Spannung erwartet. Gleichzeitig könnten sich die regulatorischen Spannungen zwischen der Kryptoindustrie und den US-Behörden kurzfristig weiterhin als Belastungsfaktor erweisen.


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