Die südkoreanische Finanzaufsicht Financial Services Commission (FSC) hat am 10. Januar 2026 neue Leitlinien verabschiedet, mit denen ein seit neun Jahren bestehendes Verbot für Unternehmensinvestitionen in Kryptowährungen endet. Das Verbot war 2017 eingeführt worden, nachdem Behörden auf exzessive Spekulation und Geldwäsche-Risiken im Zusammenhang mit Krypto-Aktivitäten von Unternehmen verwiesen hatten. Nach der neuen Entscheidung dürfen börsennotierte Unternehmen und professionelle Investoren künftig innerhalb eines klar begrenzten und definierten Rahmens in digitale Vermögenswerte investieren. Damit wird die Krypto-Politik in die Wirtschaftsstrategie der Regierung für 2026 eingebettet, die auch Regelungen zu Stablecoins sowie zu börsengehandelten Spot-Krypto-ETFs vorsieht.
Anlagegrenzen und zugelassene Vermögenswerte
Der neue Rahmen begrenzt Unternehmensinvestitionen auf maximal fünf Prozent des jährlichen Eigenkapitals je Unternehmen. Firmen und professionelle Investoren dürfen Mittel ausschließlich in die 20 nach Marktkapitalisierung größten Kryptowährungen investieren, die an den fünf wichtigsten südkoreanischen Börsen gelistet sind. Dazu zählen Upbit, Bithumb, Coinone, Korbit und Gopax, die als zentrale regulierte Handelsplätze für digitale Vermögenswerte im Land fungieren. Rund 3.500 zugelassene Marktteilnehmer, darunter börsennotierte Unternehmen und registrierte professionelle Investmentgesellschaften, erhalten Zugang, sobald die Regelungen in Kraft treten. An den US-Dollar gekoppelte Stablecoins wie Tethers USDT, eine weit verbreitete wertstabile Kryptowährung, sind weiterhin Gegenstand von Diskussionen und gehören vorerst nicht zur bestätigten Liste zulässiger Anlagen.
„Die Behörden sind sich einig, dass der Handel mit virtuellen Währungen übermäßig überhitzt ist … und wir dieses unregelmäßige spekulative Umfeld nicht länger ignorieren können.“
— Erklärung der südkoreanischen Regierung, 2017
Zeitplan, rechtlicher Rahmen und Marktauswirkungen
Die endgültigen öffentlichen Regeln sollen Berichten zufolge unter Verweis auf die Planungen der FSC bis Februar 2026 veröffentlicht werden. Der Beginn des Krypto-Handels durch Unternehmen wird bis Ende 2026 erwartet, sobald detaillierte Leitlinien vorliegen und interne Compliance-Strukturen aufgebaut sind. Der Zeitplan ist mit dem geplanten Digital Asset Basic Law verknüpft, einem übergeordneten Gesetzesrahmen für die Krypto-Regulierung in Südkorea, der ebenfalls für 2026 vorgesehen ist. Der schrittweise Ansatz folgt früheren Maßnahmen, die es gemeinnützigen Organisationen wie Universitäten und Wohlfahrtseinrichtungen ermöglicht hatten, bestehende Krypto-Bestände unter Aufsicht zu veräußern. Die südkoreanischen Aufsichtsbehörden kombinieren nun eine feste Obergrenze für Unternehmensengagements mit einer eingeschränkten Liste zulässiger Vermögenswerte und führen diese Aktivitäten damit in einen formellen regulatorischen Rahmen über, statt sie weiterhin vollständig außerhalb der Unternehmensbilanzen zu belassen.
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