Der Onchain-Kreditsektor ist im Januar 2026 auf ein Volumen von 67,4 Milliarden US-Dollar gewachsen, nach 19,7 Milliarden US-Dollar Anfang 2024.
Innerhalb dieses Marktes hat sich eine grundlegende architektonische Trennlinie herausgebildet: gepoolte Protokolle, die Risiken über gemeinsame Liquiditätspools verteilen, und isolierte Marktprotokolle, die Risiken voneinander abgrenzen und Kapital über kuratorisch verwaltete Vaults bündeln.
Zentrale Ergebnisse:
Marktstruktur
Aave V3 führt mit einem Total Value Locked (TVL) von 34,3 Milliarden US-Dollar und einem Marktanteil von 50,9 Prozent. Morpho liegt mit 6,412 Milliarden US-Dollar TVL (9,5 Prozent Marktanteil) auf Platz zwei. Das Protokoll verzeichnete innerhalb von 24 Monaten ein Wachstum von über 58.000 Prozent – von 11 Millionen US-Dollar – und vermittelte allein über Coinbase institutionelle Kredite von mehr als 1,25 Milliarden US-Dollar.
Institutionelle Nutzung
Morpho sicherte sich die erste Partnerschaft mit einer global systemrelevanten Bank (G-SIB), nachdem Société Générale das Protokoll für MiCA-konforme Stablecoins ausgewählt hatte.
Auch die Ethereum Foundation, Coinbase und Fasanara haben erhebliches Kapital eingesetzt.
RWA-Potenzial
Der Markt für verteilte, tokenisierte Real-World Assets (RWA) beläuft sich derzeit auf 21 Milliarden US-Dollar und soll bis 2028 auf zwei Billionen US-Dollar anwachsen. Protokolle mit institutionentauglichen Compliance-Fähigkeiten gelten als besonders gut positioniert, um von diesem Wachstum zu profitieren.
Fünf Erfolgsfaktoren
Kapitaleffizienz, Risikoarchitektur, Fähigkeit zur RWA-Integration, Entwickler-Ökosysteme und Multi-Chain-Verfügbarkeit erweisen sich als verlässliche Indikatoren für den Erfolg von Protokollen.
Zentrale These
Isolierte Marktarchitekturen erfüllen institutionelle Anforderungen wie Risikotrennung, flexible Compliance und Prüfungssicherheit, die gepoolte Modelle nicht vollständig leisten können.
Im Onchain-Kreditgeschäft ist die Art des Aufbaus ebenso entscheidend wie das Produkt selbst.
Das Paradox
78 Prozent der DeFi-Kreditprotokolle basieren auf Architekturen, die systemische Risiken erzeugen. Die verbleibenden 22 Prozent verzeichnen dagegen ein überproportionales Wachstum.
Dieser Bericht untersucht die Ursachen.
Der Onchain-Kreditsektor erreichte im Januar 2026 ein Volumen von 67,4 Milliarden US-Dollar. Innerhalb dieses Marktes zeigt sich eine grundlegende architektonische Spaltung zwischen Protokollen, die Risiken über gemeinsame Liquiditätspools teilen, und solchen, die Risiken in getrennten Märkten isolieren. Die Daten zeigen, dass diese Unterscheidung – mehr als jeder andere Faktor – darüber entscheidet, welche Protokolle institutionelles Kapital anziehen und welche mit strukturellen Gegenwinden kämpfen.
Die zentrale Frage ist nicht, welches Protokoll das „beste“ ist. Entscheidend ist, warum bestimmte architektonische Entscheidungen über Kapitaleffizienz, institutionelle Akzeptanz, Risikomanagement und Multi-Chain-Expansion hinweg dauerhaft bessere Ergebnisse liefern.
Das Verständnis dieser Trennlinie ist entscheidend für alle, die Kapital allokieren, Infrastruktur aufbauen oder die künftige Entwicklung der Onchain-Kreditmärkte bewerten.
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