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Hyperliquid vor Durchbruch in den USA? Kraken-Mutter plant regulierten Futures-Handel

Hyperliquid (HYPE) hat Payward, die Muttergesellschaft der Kryptobörse Kraken, als ersten vorgesehenen Anbieter für die Einführung von durch die US-Terminmarktaufsicht Commodity Futures Trading Commission (CFTC) regulierten Märkten auf seiner HIP-3-Infrastruktur benannt.

Kraken-Mutter Payward plant regulierte Futures-Märkte auf Hyperliquid

Wie Hyperliquid am Montag auf der Plattform X mitteilte, will Payward die Infrastruktur des Netzwerks nutzen, um amerikanischen Kunden den Handel mit unbefristeten Terminkontrakten zu ermöglichen. Die geplante Zusammenarbeit steht allerdings noch unter dem Vorbehalt einer aufsichtsrechtlichen Genehmigung.

Die Einrichtung, der Betrieb und die Verwaltung der Handelsmärkte sollen Bitnomial übernehmen. Das zu Payward gehörende Unternehmen ist bei der CFTC sowohl als regulierter Terminmarkt (Designated Contract Market, DCM) als auch als Clearingorganisation für Derivate (Derivatives Clearing Organization, DCO) zugelassen. Entsprechend wäre Bitnomial auch für das Clearing und die Abwicklung der Kontrakte verantwortlich.

Die Führung der Kundenkonten soll NinjaTrader Clearing übernehmen. Das Unternehmen gehört ebenfalls zu Payward und ist bei der CFTC als Futures Commission Merchant (FCM) registriert. Voraussetzung dafür ist allerdings die Genehmigung des Vorhabens.

Mit der Ankündigung kommt Hyperliquid dem Ziel näher, regulierten Derivatehandel über seine Blockchain-Infrastruktur zu ermöglichen. Der eigentliche Marktbetrieb und die damit verbundenen regulatorischen Verpflichtungen sollen dabei weiterhin beim unabhängigen Betreiber liegen.

„Payward wird Hyperliquid als technische Infrastruktur nutzen, um Märkte für unbefristete Terminkontrakte für US-Kunden einzurichten“, erklärte Hyperliquid.

Hyperliquid stellt HIP-3* für Märkte mit beschränktem Zugang vor

Technische Grundlage des Vorhabens ist HIP-3*, eine Erweiterung des bestehenden HIP-3-Rahmenwerks. Damit können künftig optional Märkte eingerichtet werden, zu denen nur zugelassene Teilnehmer Zugang erhalten. Die Berechtigungen werden über sogenannte Allowlisten direkt auf der Blockchain verwaltet. Zuständig sind die jeweiligen Marktbetreiber oder von ihnen beauftragte Unterbetreiber.

Nach Angaben von Hyperliquid soll die zusätzliche Konfigurationsmöglichkeit mit einem künftigen Netzwerk-Upgrade eingeführt werden. Eine erste Version steht bereits im Testnetz zur Verfügung. Die technischen Spezifikationen sind allerdings noch vorläufig und können auf Grundlage eingehender Rückmeldungen angepasst werden.

Hyperliquid betont, dass HIP-3* lediglich eine optionale Ergänzung des bisherigen HIP-3-Systems darstellt. Bereits bestehende Märkte bleiben deshalb unverändert. Unabhängige Betreiber behalten die Kontrolle über ihre Handelsplätze und tragen weiterhin die entsprechende Verantwortung. Hyperliquid stellt ihnen lediglich die zugrunde liegende technische Infrastruktur bereit.

Die jüngste Mitteilung knüpft an eine Ankündigung von Payward vom 16. September an. Damals hatte das Unternehmen bereits erklärt, amerikanischen Kunden künftig den Handel mit unbefristeten Terminkontrakten direkt über die Blockchain ermöglichen zu wollen. Als Ausgangspunkt waren die HIP-3-Märkte von Hyperliquid vorgesehen.

Schon zu diesem Zeitpunkt hatte Payward die geplante Aufgabenverteilung erläutert. Bitnomial sollte die Märkte einrichten und das Clearing sowie die Abwicklung übernehmen, während NinjaTrader Clearing für die Kundenkonten zuständig wäre. Vorgesehen ist zudem ein beschränktes Zugangsmodell: Kunden müssen zunächst den Registrierungs- und Prüfprozess bei NinjaTrader abschließen und anschließend sowohl auf der Zulassungsliste von NinjaTrader als auch auf jener von Bitnomial geführt werden.

Payward-Co-Chef Arjun Sethi erklärte im September, dass das Unternehmen als erste registrierte US-Börse und Clearingstelle Märkte auf Hyperliquid einrichten wolle.

Das Vorhaben würde die öffentliche Blockchain und das blockchainbasierte Orderbuch von Hyperliquid mit der regulierten Börsen-, Clearing- und Brokerinfrastruktur von Payward verbinden. Die Terminkontrakte sollen dabei nach den Regeln der Bitnomial Exchange gelistet werden. Die jeweils zuständigen regulierten Unternehmen würden ihre bestehenden aufsichtsrechtlichen Verpflichtungen weiterhin selbst erfüllen.

Noch ist der Start allerdings nicht gesichert. Die geplante Einführung durch Payward benötigt weiterhin die Zustimmung der Aufsichtsbehörden. Zudem befindet sich die erste HIP-3*-Implementierung noch im Testnetz. Einen konkreten Starttermin für die neuen Handelsmärkte hat Hyperliquid bislang nicht bestätigt.

Der HYPE-Token notiert zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bei 77,50 US-Dollar und liegt damit auf Sicht von 24 Stunden knapp drei Prozent im Plus.

Autor

Michael Ebiekutan

Mit einer tiefen Leidenschaft für Web3-Technologie hat er mit führenden Marken wie Mara, ITAK und FXStreet zusammengearbeitet, um bahnbrechende Berichte über das transformative Potenzial von Web3 in verschiedenen Branchen zu liefern.

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