Hyperliquid Strategies (PURR) weitet sein Aktienrückkaufprogramm deutlich aus. Wie das Unternehmen am Freitag mitteilte, hat der Verwaltungsrat das genehmigte Rückkaufvolumen von bislang 30 Millionen auf 100 Millionen US-Dollar erhöht. Davon stehen derzeit noch rund 72 Millionen US-Dollar zur Verfügung.

Hyperliquid Strategies stockt Aktienrückkäufe auf 100 Millionen Dollar auf

Gleichzeitig verlängerte das Unternehmen die Laufzeit des Programms. Statt wie ursprünglich vorgesehen am 5. Dezember 2026 endet die Rückkaufgenehmigung nun erst am 31. Oktober 2027. Das geht aus einer am Freitag veröffentlichten Unternehmensmitteilung hervor.

Im Rahmen des Programms kann Hyperliquid Strategies eigene PURR-Aktien über den regulären Börsenhandel oder auf anderem zulässigem Weg zurückkaufen. Nach Angaben des Unternehmens unterstreicht die Ausweitung das Vertrauen des Verwaltungsrats in die langfristige Kapitalstrategie. Ob und in welchem Umfang tatsächlich Aktien erworben werden, bleibt allerdings im Ermessen des Unternehmens.

Mit dem Kauf von HYPE-Token hatte Hyperliquid Strategies nach einem Unternehmenszusammenschluss zwischen Sonnet BioTherapeutics und Rorschach I LLC Ende 2025 begonnen. Durch die Transaktion entstand zunächst ein Bestand an Finanzreserven von rund 880 Millionen US-Dollar. Dieser setzte sich aus 12,5 Millionen HYPE-Token im Wert von 580,5 Millionen US-Dollar und knapp 300 Millionen US-Dollar an liquiden Mitteln zusammen.

Hyperliquid gerät durch zentralisierte Kryptobörsen zunehmend unter Druck

Der HYPE-Token notierte am Freitag bei rund 77 US-Dollar. Damit lag der Kurs etwa 21 Prozent unter seinem bisherigen Rekordhoch von 97,96 US-Dollar, das am 23. September erreicht worden war.

Der Kursrückgang fällt in eine Phase zunehmenden Wettbewerbs. Vor allem beim Handel mit unbefristeten Terminkontrakten auf reale Vermögenswerte (Real World Assets, RWA) sieht sich Hyperliquid wachsender Konkurrenz ausgesetzt. Gleichzeitig zeigen die Liquidität im Orderbuch und die zunehmende Auswahl handelbarer Vermögenswerte, dass die Plattform ihre Marktpräsenz weiter ausbaut.

In einem am Freitag veröffentlichten Bericht untersuchten Glassnode und Fasanara Digital die Stellung von Hyperliquid im Handel mit Bitcoin-Derivaten. Zugleich hoben die beiden Unternehmen hervor, dass traditionelle Finanzanlagen auf Kryptohandelsplattformen zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Dem gemeinsamen Bericht zufolge lag der Median des Ordervolumens bei unbefristeten Bitcoin-Futures auf Hyperliquid zwischen dem 1. und 24. September bei 856.000 US-Dollar. Gemessen wurden dabei die jeweils besten Kauf- und Verkaufsangebote im Orderbuch. Hyperliquid lag damit vor OKX mit 786.000 US-Dollar, aber hinter Binance mit 1,03 Millionen US-Dollar.

Bei der Geld-Brief-Spanne zeigte sich allerdings ein deutlicher Unterschied. Auf Hyperliquid betrug sie 0,127 Basispunkte und war damit fast zehnmal so hoch wie bei Binance mit lediglich 0,013 Basispunkten. Die Autoren führen dies teilweise auf die unterschiedlichen Preisabstufungen zurück. Während Hyperliquid Bitcoin-Kurse in Schritten von einem vollen US-Dollar stellt, ermöglicht Binance Abstufungen von 0,10 US-Dollar.

Auch beim Handelsvolumen haben dezentrale Plattformen deutlich aufgeholt. Hyperliquid und Lighter wickelten zusammen täglich Bitcoin-Futures im Wert von rund 2,9 Milliarden US-Dollar ab. Das entsprach einem Anteil von 7,5 Prozent am gesamten Bitcoin-Futures-Handel. Seit Ende 2024, als beide Plattformen zusammen noch auf weniger als ein Prozent kamen, hat sich ihr Marktanteil damit nahezu verzehnfacht. Gleichzeitig schrumpfte das tägliche Handelsvolumen am gesamten Bitcoin-Futures-Markt von 81 Milliarden auf 38,5 Milliarden US-Dollar.

Hyperliquid beschränkt sich inzwischen allerdings längst nicht mehr auf klassische Kryptoderivate. Über die HIP-3-Infrastruktur können auch unbefristete Terminkontrakte auf Aktien, Indizes und Rohstoffe gehandelt werden. Das Volumen dieser traditionellen Anlageklassen erreichte zuletzt rund 85 Prozent des Handelsvolumens der Bitcoin-Futures auf Hyperliquid. Damit gewinnen Märkte außerhalb des eigentlichen Kryptosektors für die Plattform zunehmend an Gewicht.

Allerdings verschärft sich auch in diesem Segment der Wettbewerb. Frühere Berichte hatten bereits darauf hingewiesen, dass der Marktanteil von Hyperliquid beim Handel mit unbefristeten RWA-Futures von rund 80 Prozent im Juli auf zuletzt nur noch 26 Prozent gefallen ist.

Zentralisierte Kryptobörsen kontrollieren inzwischen gemeinsam 64 Prozent dieses Marktes. Besonders stark legte Binance zu: Der Marktanteil der Handelsplattform stieg von drei auf 30 Prozent. OKX erreichte unterdessen einen Anteil von 14 Prozent.


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