Die Ethereum Foundation (EF) hat mit „Strawmap“ einen Plan für vorgeschlagene Layer-1-Upgrades bis 2029 vorgestellt. Im Fokus stehen Geschwindigkeit, Skalierbarkeit, Sicherheit, Datenschutz und eine bessere Nutzererfahrung.

Ethereum Foundation veröffentlicht „Strawmap“ mit neuen Protokollzielen

Das Protokoll-Team der Ethereum Foundation hat ein neues Planungsdokument mit dem Namen „Strawmap“ vorgelegt, das eine langfristige Vision für die Weiterentwicklung von Ethereums Layer 1 skizziert. Die Ankündigung wurde am Mittwoch vom Ethereum-Forscher Justin Drake in einem Beitrag auf der Plattform X veröffentlicht.

„Strawmap“ setzt sich aus den Begriffen „strawman“ und „roadmap“ zusammen. Das Dokument soll Forschern, Entwicklern und Teilnehmern an Governance-Prozessen helfen zu verstehen, wie künftige Upgrades zusammenwirken. Es stellt die geplanten Weiterentwicklungen von Ethereum in einem einheitlichen visuellen Format dar, um die Abstimmung innerhalb des Ökosystems zu erleichtern.

Die „Strawmap“ enthält einen Zeitplan bis zum Ende des Jahrzehnts. Vorgesehen sind bis 2029 sieben Netzwerk-Forks in einem groben Rhythmus von jeweils sechs Monaten.

Die Darstellung zeigt drei farblich gekennzeichnete horizontale Ebenen für die Konsens-, Daten- und Ausführungsschicht. Innerhalb dieser Ebenen sind die Upgrades thematisch gebündelt, Pfeile verdeutlichen Abhängigkeiten, und unterstrichene Verweise führen zu entsprechenden EIPs. Hervorgehobene Kernpunkte markieren besonders ambitionierte Vorhaben, in der Regel eines pro Ebene und Fork, um das Entwicklungstempo hochzuhalten.

Im Zentrum der Roadmap stehen fünf langfristige Prioritäten, die als „Nordsterne“ bezeichnet werden. Dazu gehört der Aufbau eines schnelleren Layer 1, um die Nutzererfahrung durch kürzere Slot-Zeiten und nahezu sofortige Finalität zu verbessern. Ein weiteres Ziel ist ein „Gigagas“-Layer-1-Netzwerk, das mithilfe von zkEVM-Technologie und Echtzeit-Beweisführung rund ein Gigagas pro Sekunde beziehungsweise etwa 10.000 Transaktionen pro Sekunde verarbeiten kann.

Zudem sieht die Roadmap einen „Teragas“-Layer-2-Ansatz vor, der mithilfe von Data-Availability-Sampling bis zu ein Gigabyte pro Sekunde oder rund 10 Millionen Transaktionen pro Sekunde bewältigen könnte. Darüber hinaus werden ein post-quanten­sicherer Layer 1 auf Basis hashbasierter Kryptografie sowie ein privater Layer 1 mit nativen Datenschutzfunktionen wie abgeschirmten ETH-Transaktionen angestrebt.

Ethereum-Mitgründer Vitalik Buterin reagierte auf den Vorschlag mit einer ausführlichen Darstellung, wie das Ziel eines „schnellen L1“ erreicht werden könnte.

Buterin schlug vor, die Slot-Zeiten, die bestimmen, wie häufig neue Blöcke erzeugt werden, schrittweise zu verkürzen.

Er regte eine Reduzierung nach der Quadratwurzel-aus-zwei-Methode an: von 12 Sekunden über 8, 6, 4 und 3 Sekunden bis möglicherweise auf 2 Sekunden. Die späteren Schritte seien jedoch von weiteren Forschungs- und Testarbeiten abhängig.

„Ich erwarte, dass wir die Slot-Zeit schrittweise verkürzen werden“, schrieb Buterin und ergänzte, Änderungen würden nur umgesetzt, wenn die Entwickler überzeugt seien, dass das Netzwerk sie sicher verkraften könne.

Zudem sprach er sich für Verbesserungen des Peer-to-Peer-Netzwerks von Ethereum aus, etwa durch den Einsatz von Verfahren wie Erasure Coding, um Verzögerungen bei der Blockverbreitung zu verringern.

Neben schnelleren Blockzeiten prüfen die Entwickler auch ein neues Finalitätssystem namens „Minimmit“, einen einstufigen byzantinischen Fehlertoleranz-Mechanismus.

„Strawmap“ wurde erstmals im Januar 2026 im Rahmen eines Workshops der Ethereum Foundation entwickelt und ist als Diskussionsgrundlage und nicht als festgeschriebene Roadmap gedacht.

Ether wurde zum Zeitpunkt der Veröffentlichung am Freitag bei 2.060 US-Dollar gehandelt, ein Minus von 0,1 Prozent binnen 24 Stunden.


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