Ethereum-Erfinder will Staking revolutionieren – so soll alles einfacher werden


Der Ethereum-Mitgründer Vitalik Buterin hat vorgeschlagen, sogenannte Distributed-Validator-Technologie (DVT) in den Staking-Mechanismus der Blockchain Ethereum zu integrieren. Dies könne den Prozess vereinfachen und zugleich die technische Grundlage des Stakings verbessern, argumentiert Buterin.

Buterin stellte das Konzept eines „nativen DVT“ am Mittwoch in einem Beitrag im Ethereum-Research-Forum vor. Damit könnten Ether-Staker „staken, ohne sich vollständig auf einen einzigen Node verlassen zu müssen“, schrieb er.

Derzeit können Ethereum-Validatoren nur einen einzelnen Node betreiben, um zur Absicherung der Blockchain beizutragen. Fällt dieser aus, drohen Strafen.

Durch den Einsatz von DVT könnte ein Validator seinen Schlüssel auf mehrere Nodes verteilen, die gemeinsam das Netzwerk unterstützen. Das würde das Risiko von Sanktionen deutlich senken.

„Der Schlüssel wird geheim auf mehrere Nodes aufgeteilt, und alle Signaturen werden per Schwellenwert signiert“, erklärte Buterin. Ein Node sei „garantiert funktionsfähig“, solange mehr als zwei von drei beteiligten Nodes „ehrlich sind“.

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Vitalik Buterin erläutert die Distributed-Validator-Technologie bei einer Veranstaltung im Jahr 2024. Quelle: University of Waterloo

Buterin verwies darauf, dass mehrere Protokolle bereits DVT einsetzen. Diese würden jedoch „keinen vollständigen Konsens innerhalb jedes Validators durchführen, bieten daher etwas schwächere Garantien, sind dafür aber deutlich einfacher aufgebaut“.

DVT sollte ins Protokoll integriert werden: Buterin

Zwar erforderten bestehende DVT-Lösungen komplexe Setups, sagte Buterin. Er habe jedoch eine „überraschend einfache Alternative“ vorgeschlagen: „Wir verankern DVT direkt im Protokoll.“

Sein Konzept sieht vor, dass ein Validator bis zu 16 Schlüssel oder „virtuelle Identitäten“ anlegen darf. Diese agieren unabhängig voneinander, werden von der Blockchain jedoch als eine Einheit betrachtet.

Diese sogenannte „Gruppenidentität“ gilt laut Buterin nur dann als handlungsfähig – etwa beim Erstellen eines Blocks –, wenn eine Mindestanzahl der „virtuellen Identitäten“ zustimmt. Belohnungen oder Strafen richten sich nach dem Verhalten der Mehrheit.

„Aus Sicht der Nutzer ist dieses Design extrem einfach“, erklärte Buterin, da DVT-Staking im Kern dem Betrieb mehrerer Kopien eines Standard-Client-Nodes entspreche.

Zudem könne der Ansatz sicherheitsbewussten Stakern mit größeren ETH-Beständen helfen, ihre Token in einer robusteren Struktur einzusetzen, anstatt sich auf einen einzelnen Node zu verlassen. Dadurch werde es einfacher, selbst zu staken statt einen Dienstleister zu nutzen, was die Dezentralisierung des Stakings stärkt.

Buterins Vorstoß reiht sich in eine Serie von Ideen des Ethereum-Mitgründers ein, die Nutzung des Netzwerks zu vereinfachen. Sein jüngster Vorschlag müsse jedoch noch intensiv diskutiert werden, bevor er in das Netzwerk integriert werden könne.


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