Nun, es ist mal wieder passiert. Ein Hacker hat sich die Mühe gemacht, 17.000 ETH im Wert von 38,4 Millionen US-Dollar zu kaufen. Was für eine Schlagzeile! Der geneigte Leser mag sich fragen, ob das alles ein riesiger Witz ist, ein modernes Robin-Hood-Märchen oder doch nur das übliche Chaos in der schillernden Welt der Kryptowährungen.

Man stelle sich vor: Ein mysteriöser Unbekannter, bewaffnet mit gestohlenen Geldern aus einem Hack von 2022, setzt sich gemütlich vor seinen Computer, öffnet Lookonchain und denkt sich: "Heute kaufe ich mir mal ein paar Ether." Der Preis? Nur schlappe 38,75 Millionen DAI. Keine große Sache, nur ein weiteres Dienstagabend-Schnäppchen in der digitalen Wildweststadt namens Blockchain.

Doch damit nicht genug. Unser Hacker-Kavalier überweist die frisch erworbenen 17.000 Ether schnurstracks zum Krypto-Mixer Tornado Cash. Der Mixer, der laut US-Justizministerium verboten ist, erfreut sich dennoch bester Gesundheit und wachsender Beliebtheit. Es scheint, als ob das Verbot eher eine Einladung war, es erst recht zu benutzen. So wie damals das Verbot von Alkohol in den 1920ern - die Leute wollten nur noch mehr davon.

Man muss sich fragen, ob das US-Justizministerium nicht insgeheim stolz darauf ist, unfreiwillig zu einem der größten Marketingpartner von Tornado Cash geworden zu sein. Das Volumen des Mixers ist 2023 und 2024 sogar angestiegen! Vielleicht sollten sie darüber nachdenken, ihre eigenen NFTs herauszubringen: "Verboten von der Regierung – garantiert sicher und beliebt!"

Aber Spaß beiseite. Der wahre Skandal liegt nicht nur im dreisten Diebstahl oder in der listigen Nutzung verbotener Mixing-Dienste. Es ist die erschreckende Normalität, mit der diese Cyber-Kriminalität abläuft. Es ist ein Katz-und-Maus-Spiel, bei dem die Katze immer einen Schritt hinter der Maus herhinkt. Und während die Behörden und Analytiker in die Röhre schauen, spielt der Rest der Welt "Verfolge den gestohlenen Ether" in Echtzeit mit.

Vielleicht sollten wir uns einfach zurücklehnen und die Show genießen. Die nächste Episode kommt bestimmt bald. Und wer weiß, vielleicht kauft der nächste Hacker ja einen Mond oder wenigstens ein paar Tesla-Aktien. Bis dahin bleibt uns nichts anderes übrig, als zu beobachten und uns zu fragen: Was wird aus der digitalen Kavalierswelt, wenn die Robin Hoods der Cyber-Ära ihre Spielchen spielen? Bleiben wir dran, es wird sicher spannend.


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