Ethereum erlebt derzeit einen bemerkenswerten Aufschwung an den Kapitalmärkten. In den vergangenen zwölf Handelstagen haben institutionelle Anleger rund 109,5 Millionen US-Dollar in Ethereum-ETFs investiert. Besonders gefragt: Der iShares Ethereum Trust von BlackRock, der allein 77,2 Millionen US-Dollar einsammelte. Auf den Plätzen folgen Fidelitys FETH mit 21 Millionen und Grayscales Mini-Ether-ETF mit 8,4 Millionen US-Dollar, wie aus Daten von Farside Investors hervorgeht.
Bemerkenswert ist dabei die parallele Abkühlung bei Bitcoin-ETFs – sogar BlackRocks eigener IBIT verzeichnet Mittelabflüsse. Seit Mitte April entwickelt sich Ethereum besser als Bitcoin, was sich nun auch in der Kapitalverlagerung widerspiegelt. In den vergangenen 30 Tagen legte ETHA um satte 45 Prozent zu, liegt im Jahresverlauf jedoch noch 25 Prozent im Minus. Das Fondsvolumen beläuft sich mittlerweile auf 3,7 Milliarden US-Dollar – hinterlegt mit über 1,4 Millionen ETH.
Staking als nächster Gamechanger?
Parallel arbeitet BlackRock daran, seine Ethereum-Produkte noch attraktiver zu machen. Der Vermögensverwalter hat bei der US-Börsenaufsicht SEC einen Antrag eingereicht, um Staking-Erträge in seine ETFs zu integrieren. Sollte die Genehmigung bis zum dritten Quartal 2025 erfolgen, wäre der iShares Ethereum Trust der erste ETF mit direktem Zugang zu Staking-Erträgen – ein potenziell lukratives Feature für institutionelle Investoren.
Ganz entschieden ist die Sache aber noch nicht: Die SEC zeigt sich weiterhin vorsichtig, vor allem wegen möglicher Einstufung als Wertpapier und offener Verwahrungsfragen. Sollte der Antrag jedoch durchgehen, könnte das einen neuen Standard für ETFs im Zeitalter des Proof-of-Stake setzen – und die Kapitalzuflüsse noch einmal kräftig ankurbeln.
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