Bitcoin (BTC) hält sich am Mittwoch zur Zeit der Veröffentlichung bei etwa 113.500 USD, nachdem die Kryptowährung in den vergangenen zwei Tagen um 4 % nachgegeben hatte. Der Rückgang fällt in eine Phase schwächerer institutioneller Nachfrage: Allein am Dienstag verzeichneten Spot-Bitcoin-ETFs Abflüsse von über 520 Mio. USD. Anleger warten nun gespannt auf Hinweise zum möglichen Zinspfad der US-Notenbank (Fed), deren Protokoll der letzten Sitzung noch am Mittwochabend veröffentlicht wird.
FOMC-Protokoll könnte BTC-Bewegung auslösen
Der Bitcoin-Kurs ist seit Wochenbeginn fast 4 % gefallen, rutschte am Dienstag bis auf 112.732 USD und erholte sich bis Mittwoch wieder leicht auf etwa 113.500 USD. Schon in der Vorwoche hatten die US-Erzeugerpreise (PPI) die Erwartungen der Ökonomen klar übertroffen und signalisierten steigenden Inflationsdruck – ein Auslöser für die Korrektur bei risikoreicheren Anlagen wie BTC.
Marktteilnehmer bleiben vorsichtig und blicken auf die Protokolle des Federal Open Market Committee (FOMC), die am Mittwochabend veröffentlicht werden. Sie sollen neue Hinweise auf den Zinskurs der Fed liefern – und damit die Richtung sowie die Volatilität der nach Marktkapitalisierung größten Kryptowährung bestimmen.
Institutionelle Nachfrage weiter schwach
Daten von SoSoValue zeigen, dass institutionelle Investoren am Dienstag Abflüsse von 523,31 Mio. USD verbuchten – der dritte Tag in Folge mit Abflüssen. Sollte dieser Trend anhalten oder sich verstärken, drohen dem BTC-Kurs weitere Rücksetzer.

Ein Bericht von K33 Research betonte am Dienstag, dass die gehebelte Positionierung an den Perpetual-Märkten hoch bleibt, mit offenen Kontrakten (Open Interest, OI) nahe 300.000 BTC über die gesamte Vorwoche hinweg. Die jüngste Korrektur führte zwar zu sinkenden Finanzierungsraten, wobei BTC am Montag erstmals seit dem 1. August ein negatives Intervall verzeichnete. Dennoch bleibt bei hohem Open Interest das Risiko kurzfristiger Short- oder Long-Squeezes hoch – die Finanzierungssätze liefern derzeit keine klare Richtung.

Bitcoin-Prognose: BTC fällt unter steigende Trendlinie
Am Dienstag setzte sich der Rückgang fort: Bitcoin schloss unter einer seit Anfang April bestehenden steigenden Trendlinie und unter der 50-Tage-EMA bei 114.910 USD. Am Mittwoch stabilisierte er sich bei rund 113.500 USD.
Setzt sich die Korrektur fort, könnte der Kurs bis zur nächsten Unterstützung bei 111.980 USD nachgeben.
Der Relative-Stärke-Index (RSI) notiert mit 42 auf Tagesbasis unter der neutralen Marke von 50 und signalisiert Abwärtsmomentum. Auch der MACD zeigte in der Vorwoche ein bärisches Crossover, was den Abwärtstrend bestätigt.

Sollte BTC hingegen Boden gutmachen, wäre eine Erholung bis zur Marke von 116.000 USD möglich.
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