Bitcoin-Kurssprung nach Zinssenkung der Federal Reserve: Futures und ETF-Zuflüsse im Fokus


Die Aktienmärkte reagierten vergangene Woche auf die Entscheidung der Federal Reserve, den Leitzins um 50 Basispunkte zu senken. Zwei Tage später erreichte der Bitcoin-Kurs einen neuen Höchststand von über 64.000 US-Dollar und weckte neues Vertrauen im Krypto-Markt.

Wie aus dem aktuellen Wochenbericht der Krypto-Börse Bitfinex hervorgeht, war der jüngste Preissprung von Bitcoin nicht auf den Spotmarkt zurückzuführen, sondern wurde durch verstärkte Aktivitäten in den Futures- und Perpetual-Märkten ausgelöst.

Futures treiben den Anstieg

Der Bericht hob hervor, dass das Open Interest für Bitcoin den jüngsten Anstieg maßgeblich antrieb, während der Spot-Handel weniger Einfluss hatte. Laut den Analysten übertraf das Open Interest „die Kursgewinne von Bitcoin selbst“. Daten der Blockchain-Analyseplattform Coinglass bestätigen, dass das Open Interest von Bitcoin kürzlich 34,9 Milliarden US-Dollar erreichte, der höchste Stand seit Anfang August.

ETF-Zuflüsse als möglicher Katalysator

Die Analysten von Bitfinex betonten zudem, dass der steigende Zufluss in Spot-Bitcoin-ETFs den Kurs weiter beflügeln könnte. Allein in der vergangenen Woche seien über 397,2 Millionen US-Dollar in US-gehandelte Bitcoin-ETFs geflossen. Dies könnte dazu beitragen, dass Bitcoin sich in Richtung seines Allzeithochs von 73.800 US-Dollar bewegt.

Sollten diese ETF-Zuflüsse anhalten, sei es laut dem Bericht möglich, dass der Bitcoin-Kurs die Widerstandsmarke von 65.200 US-Dollar, die zuletzt im August erreicht wurde, überwinde.

Prognose der Analysten

Die Analysten sehen jedoch weiterhin ein Risiko. Ohne nachhaltige Spotkäufe könnte sich die Rally kurzfristig abschwächen. „Ein Bruch der entscheidenden Widerstandsmarken könnte Bitcoin zu neuen Höchstständen führen. Bleibt jedoch die Liquidität im Spotmarkt gering, ist eine Konsolidierung oder sogar eine Korrektur wahrscheinlicher“, so die Analysten.


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