Bitcoin hat den Anfang gemacht, Ethereum steht in den Startlöchern, und nun soll auch Solana folgen? William Quigley, der Mitgründer von Tether, sieht das jedenfalls so. Im Interview mit Decrypt orakelt er von der bevorstehenden Ankunft eines Solana-Spot-ETFs. Aber halt, da ist noch mehr: Auch Cardano könnte auf der Gästeliste stehen. Was steckt hinter diesem ETF-Tango, den die Wall Street aufführt?

„Die Wall Street ist gierig“, konstatiert Quigley. Und man muss ihm wohl recht geben. Die Finanzhaie sind immer auf der Suche nach neuen Möglichkeiten, um ihre Zähne in fette Beute zu schlagen. „Jedes Mal, wenn die Wall Street ein neues Produkt verpackt, um es an die Verbraucher zu verkaufen, kann man garantieren, dass es Nachahmer geben wird, wenn dieses Produkt erfolgreich ist,“ erklärt er weiter. Ein bisschen wie bei den Modetrends: Kaum hat ein Designer einen neuen Look kreiert, schwemmt es bald die billigeren Kopien auf den Markt.

Der Bitcoin-ETF, der zunächst zögerlich gestartet war, gilt inzwischen als großer Erfolg. Das hat die Türen für Ethereum weit aufgestoßen. Und nun scheinen Solana und Cardano darauf zu hoffen, als Nächste auf die Tanzfläche der ETFs gebeten zu werden. Es ist fast so, als würde die Wall Street eine wilde Krypto-Disco veranstalten, bei der immer wieder neue Tänzer ins Scheinwerferlicht treten.

Doch bevor wir uns zu sehr in die schillernde Welt der ETFs und Kryptowährungen entführen lassen, sollten wir einen Moment innehalten. Was bedeutet das alles für den durchschnittlichen Anleger? Ist es wirklich klug, sich auf das neueste schimmernde Finanzprodukt zu stürzen, nur weil es gerade in Mode ist?

William Quigley mag recht haben, wenn er sagt, dass es keine ETFs gäbe, wenn der Bitcoin-ETF gescheitert wäre. Aber vielleicht sollten wir uns auch fragen, ob wir wirklich jedem neuen Trend hinterherlaufen müssen. In der Welt der Finanzen gilt schließlich auch: Nicht alles, was glänzt, ist Gold – oder in diesem Fall: Solana.

Während die Wall Street also weiter ihren ETF-Tango tanzt, bleibt den Anlegern nur, aufmerksam zu beobachten und klug zu entscheiden. Denn in der schillernden Disco der Finanzprodukte kann es schnell passieren, dass man den Überblick verliert – und das kann teuer werden.


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