In den USA geht der Wahlkampf für die Präsidentenwahl auf die Zielgerade. Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, dass Politiker und politisch aktive Bürger mit immer aggressiveren Thesen in die Öffentlichkeit drängen und versuchen, Einfluss zu gewinnen. Ein Teil der politischen Debatte ist dabei die Frage, wie stark oder schwach der US-Dollar sein sollte.
Während die Nation in politischen und wirtschaftlichen Fragen oft tief gespalten ist, herrscht in dieser Frage eine große Einigkeit, denn quer über die Bundesstaats- und Parteigrenzen hinweg, wird allgemein ein schwächerer US-Dollar befürwortet. Von ihm verspricht sich ein großer Teil der Amerikaner eine bessere Wettbewerbsfähigkeit auf dem Weltmarkt.
Einer der prominentesten Vertreter für einen schwachen US-Dollar ist derzeit JD Vance. Donald Trump hat den Senator aus Ohio zu seinem Anwärter auf den Posten des Vizepräsidenten gemacht. Viele Amerikaner sehen in ihm sogar einen möglichen Präsidentschaftskandidaten bereits im November, sollten die Attentatsversuche auf Donald Trump weiter gehen und eines von ihnen erfolgreich sein.
Geprägt vom wirtschaftlichen Niedergang früherer Zeiten
JD Vance ist für einen schwächeren US-Dollar, weil er glaubt, dass dieser die Wettbewerbsfähigkeit der amerikanischen Fertigungsindustrie steigern, Arbeitsplätze schaffen und die Wirtschaft in Regionen wie dem Rust Belt wiederbeleben könnte. Da er selbst aus einem der Rust-Belt-Staaten stammt und in seiner Jugend in armen Verhältnissen aufwuchs, weiß er, was es bedeutet, wenn sich Industrien nicht mehr halten können und Arbeitsplätze ins Ausland verlagert werden.
Ein schwächerer Dollar würde die preisliche Wettbewerbsfähigkeit von in den USA hergestellten Waren auf globaler Ebene auf jeden Fall erhöhen. Dies könnte Branchen wie der Automobilindustrie in Detroit, der Stahlproduktion in Pittsburgh, der Reifenherstellung in Akron und der Textilproduktion in den Südstaaten Vorteile im internationalen Wettbewerb verschaffen.
Ein schwächerer US-Dollar hat allerdings auch eine Kehrseite, die in der aktuellen politischen Diskussion meist nicht diskutiert wird: Er wird die US-Inflation ansteigen lassen. Bislang ist es den USA gelungen, einen Teil der Inflation, die durch die Ausweitung der Schulden und Geldmengen zwangsläufig entsteht, ins Ausland zu verlagern. Das gelang, weil der US-Dollar die Weltreservewährung und auch die für den weltweiten Handel bestimmende Währung war.
Zwei zeitgleiche Entwicklungen könnten sich gegenseitig verstärken
Wer im Ausland Waren kaufen wollte, musste sich zunächst US-Dollar besorgen. Diese ständige Nachfrage machte den US-Dollar stärker als andere Währungen, die nicht über diesen Vorteil verfügten. Die amerikanische Inflation wurde dadurch zumindest zu einem Teil ins Ausland exportiert.
Die BRICS-Staaten Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika arbeiten schon seit einiger Zeit an einem neuen Bezahl- und Abrechnungssystem, das ohne den US-Dollar auskommt. Beim nächsten Gipfel im Oktober im russischen Kazan könnten das System oder Teile von ihm vorgestellt werden.
Wird ein solches System eingeführt und gehen die USA zeitgleich dazu über, einen schwächeren US-Dollar zu wünschen, würden sich beide Entwicklungen gegenseitig in ihrer Wirkung verstärken. Der US-Dollar würde in diesem Fall nicht nur abwerten, sondern vermutlich auch sehr stark abwerten.
Ein Szenario mit einem schwächeren US-Dollar ist sehr bullish für Edelmetalle wie Silber und Gold, aber auch für die Rohstoffe insgesamt, denn ihre Preise dürften auf die Schwäche des Dollars ebenfalls mit einem Anstieg reagieren. Wenn der Dollar an Wert verliert, werden insbesondere die Edelmetalle als Wertaufbewahrungsmittel und Absicherung gegen Währungsabwertung attraktiver.
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