EUR/GBP Wechselkurs
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EUR/GBP
Das Währungspaar EUR/GBP gibt an, wie viele britische Pfund (GBP) benötigt werden, um einen Euro (EUR) zu kaufen. Da beide Währungen als vergleichsweise renditestarke Anlagen gelten, weist das Währungspaar in der Regel nur eine geringe tägliche Schwankungsbreite auf. Größere Kursbewegungen werden meist durch bedeutende Ereignisse ausgelöst, etwa geldpolitische Entscheidungen der Zentralbanken oder politische Entwicklungen wie den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union (EU), besser bekannt als Brexit.
Bei dem Referendum im Juni 2016 stimmten 17,4 Millionen Menschen für den Brexit. Damit entfielen 52 % der Stimmen auf das Lager „Leave“ und 48 % auf „Remain“. Das Vereinigte Königreich schied am 31. Januar 2020 offiziell aus der Europäischen Union aus.
HISTORISCHE HÖCHST- UND TIEFSTÄNDE VON EUR/GBP
- Historische Rekordwerte: Höchststand: 0,9744 am 30.12.2008 – Tiefststand: 0,5727 am 03.05.2000
- Letzte fünf Jahre: Höchststand: 0,9499 am 13.03.2020 – Tiefststand: 0,8202 am 04.03.2022
* Datenstand: Dezember 2024
ANLAGEWERTE, DIE EUR/GBP BESONDERS STARK BEEINFLUSSEN
- Währungen: US-Dollar (USD) und japanischer Yen (JPY).
- Rohstoffe: Öl und Gold.
- Anleihen: Gilts (britische Staatsanleihen) und Bundesanleihen (vom deutschen Bund ausgegebene Schuldverschreibungen).
- Indizes: FTSE 100 (Aktienindex der 100 nach Marktkapitalisierung größten Unternehmen an der London Stock Exchange), Euro Stoxx 50 (Aktienindex für Unternehmen der Eurozone, entwickelt vom Indexanbieter STOXX der Deutsche-Börse-Gruppe) und DAX (deutscher Leitindex der wichtigsten an der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelten Unternehmen).
EINFLUSSREICHE ORGANISATIONEN, PERSONEN UND WIRTSCHAFTSDATEN FÜR EUR/GBP
Die folgenden Organisationen, Personen und Wirtschaftsdaten beeinflussen die Kursentwicklung des Währungspaars EUR/GBP besonders stark:
- Bank of England (BoE): Die Zentralbank des Vereinigten Königreichs. Die auch als „Old Lady of Threadneedle Street“ bekannte Institution ist für die Wahrung der wirtschaftlichen Stabilität des Landes verantwortlich. Sie steuert die Geldpolitik durch die Festlegung des Leitzinses und ergänzt diese bei Bedarf durch Maßnahmen wie die quantitative Lockerung. Andrew Bailey ist seit März 2020 Gouverneur der Bank of England. Seine Amtszeit endet im März 2028.
- Europäische Zentralbank (EZB): Die EZB ist für die Geldpolitik im Euroraum verantwortlich. Sie wurde 1998 gegründet und hat den Auftrag, Preisstabilität im Euroraum sicherzustellen, damit die Kaufkraft des Euro (EUR) nicht durch Inflation geschwächt wird. Als unabhängige Institution verfolgt sie mittelfristig ein Inflationsziel von zwei Prozent. Zu ihren Aufgaben gehört außerdem die Steuerung der Geldmenge, unter anderem durch die Festlegung der Leitzinsen im Euroraum. Die Arbeit der EZB erfolgt über das Direktorium, den EZB-Rat und den Erweiterten Rat. Christine Lagarde ist seit dem 1. November 2019 Präsidentin der Europäischen Zentralbank. Ihre Reden, Stellungnahmen und Kommentare sorgen häufig für stärkere Schwankungen des Euro und der gegenüber dem Euro gehandelten Währungen.
- Finanzdistrikt City of London: Als eines der größten und bedeutendsten Finanzzentren der Welt spielt die City of London eine zentrale Rolle für das Wirtschaftswachstum des Vereinigten Königreichs. Insbesondere der Banken- und Finanzsektor zählt zu den wichtigsten Stützen der britischen Wirtschaft.
- Britische Regierung und ihr Premierminister Andrew Burnham, der im Juli 2026 nach Keir Starmer das Amt des Vorsitzenden der Labour-Partei und des Premierministers übernommen hat.
- BIP (Bruttoinlandsprodukt): Der Gesamtwert aller innerhalb eines Landes produzierten Waren und Dienstleistungen. Es gilt als wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Entwicklung und zeigt, ob eine Volkswirtschaft wächst oder schrumpft. Ein höher als erwarteter Wert wirkt sich in der Regel positiv auf die jeweilige Währung aus, während ein schwächeres Ergebnis meist als negativ bewertet wird.
- Inflationsindikatoren: Wichtige Kennzahlen wie der Verbraucherpreisindex (VPI) und der Erzeugerpreisindex (PPI) geben Auskunft über die Preisentwicklung.