Charlotte de Montpellier, Ökonomin der Bank ING, schreibt, dass das Schweizer BIP im Gesamtjahr 2018 um 2,5% gestiegen ist und damit das beste Ergebnis seit 2014 erzielt hat.

Wichtigste Zitate

"Die Binnennachfrage blieb schwach, insbesondere der private Konsum wurde durch eine schwächelnde Kaufkraftentwicklung gebremst."

"Nach der guten Dynamik Ende 2017 kam die vielversprechende Wachstumsrate von 2,5% im Jahr 2018 nach einem gemischten Jahr mit einem außergewöhnlichen ersten Halbjahr von 0,9% und 0,7% Wachstum in Q1 und Q2, aber der zweite Teil des Jahres enttäuschte deutlich."

"Für 2019 gehen wir davon aus, dass sich das Schweizer Wachstum mit einem Tempo von rund 1,1% weiter verlangsamt und damit deutlich unter der Performance von 2018 liegt."

"Es gibt zahlreiche Risiken, die die Weltwirtschaft belasten, von denen einige bereits das Vertrauen der Schweizer Unternehmen beeinträchtigen, was zu einer Verlangsamung der Investitionen im Jahr 2019 führen dürfte."

"Wir erwarten, dass der private Konsum im Jahr 2019 weiter langsamer wachsen wird. Zudem dürfte das nominale Lohnwachstum schwach bleiben, aber eine niedrigere Inflation dürfte es den Reallöhnen ermöglichen, stärker als 2018 zu steigen und das Konsumwachstum 2019 über 1% zu halten, was die Hälfte zum BIP-Wachstum beiträgt".

"Aber wir können nicht ausschließen, dass das Wachstum in Q1 tatsächlich besser ausfallen könnte als die Stimmungsindikatoren."

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