- Das Interbankensystem kritisiert Kryptowährungen, räumt aber eigene Mängel ein.
- SWIFT betrachtet Facebook's Libra als den einzig möglichen Störer.
Die Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunications (SWIFT) - internationales Interbankensystem - betrachtet Kryptowährungen und Blockchain-Zahlungssysteme nicht als Konkurrenten.
"Sie schwanken wie ein Jojo, sie sind nutzlos und instabil. Und selbst wenn Kryptounternehmen stabil sind, sind sie immer noch ein Korb von Währungen", sagten SWIFT-Vertreter bei einem Frühstücksbriefing am 9. September in London.
Vor allem ist die Organisation der Ansicht, dass Facebook's Libra das Potenzial hat, Zahlungen kurzfristig zu beeinflussen, vorausgesetzt, dass der Vertrag im Rahmen von Libra abgeschlossen wird.
Bemerkenswert ist, dass es rund 11.000 Banken und Finanzinstitute gibt, die mit SWIFT verbunden sind. Das System bietet ihnen Messaging-Funktionen und hilft, Geld rund um den Globus zu bewegen. Das System verarbeitet täglich Millionen von Zahlungen, ist aber bekanntlich langsam und teuer.
Die Organisation gestand, dass es einige Probleme gibt, die angegangen werden müssen. Zu ihnen gehört die Transaktionsgeschwindigkeit.
"Wenn Sie eine Zahlung von Australien nach China nach Mittag schicken wollen, haben Sie wegen der Öffnungszeiten sofort eine Verzögerung von 12 Stunden", sagten sie.
Dennoch wird das 43-jährige belgische Netzwerk nicht von den wachsenden Wettbewerbern wie den xRapid-Lösungen von Ripple gestört, welche einen sofortigen und nahezu kostenlosen Geldtransfer ermöglichen.
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