Geldpolitisch weht seit gestern Abend ein neuer Wind in Washington. Die Sitzung der US-Notenbank stellt eine Zäsur dar. Das "weiter so" wie bei der Europäischen Zentralbank noch vor einer Woche hat es bei den Kollegen aus den USA nicht gegeben.
Die volle Aufmerksamkeit sollte jetzt dem Anleihemarkt gelten, wo entscheidend sein wird, ob der Bund Future und die US-Staatsanleihen ihre im Frühjahr etablierten Obergrenzen bei den Zinsen angesichts der neuen geldpolitischen Einflüsse verteidigen können. Ein Ausbruch auf neue Hochs könnte wieder berechtigte Zweifel der Investoren an der Einschätzung der Fed einer lediglich temporären Inflation aufkommen lassen.
Gestern Abend wurde die in den vergangenen Wochen eher im Hintergrund geführte Debatte um Inflation und Zinsen wieder neu entfacht. Der stärkere Dollar zieht einen schwächeren Euro nach sich. Sollte diese Dynamik anhalten, könnte die fallende Gemeinschaftswährung die Inflation in der Eurozone zusätzlich anheizen.
Der Goldpreis war einer der Leidtragenden der gestrigen geldpolitischen Beschlüsse. Das Edelmetall aktiviert eine Trendwendeformation, die 2000-Dollar-Marke rückt damit wieder in weite Ferne.
Curevac ist eine große Enttäuschung. Die Zweifel der Anleger, die sich bereits in einer Seitwärtsbewegung im Aktienkurs in den vergangenen Monaten ausdrückten, haben sich jetzt als berechtigt herausgestellt.
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