Der Deutsche Aktienindex wurde am Montagmorgen förmlich gezwungen, die Marke von 11.400 Punkten nach oben zu durchbrechen. Er musste drüber, weil die Wall Street nach oben sprang, aber gewollt hat es der Markt zu keinem Zeitpunkt wirklich. Damit aber wurde ein Widerstand auf diesem Niveau installiert, den es schwer werden dürfte, unter den aktuellen Rahmenbedingungen nach oben zu durchbrechen. Nach unten liegt die nächste Unterstützung bei 11.050 Punkten.
Wenn die Zinsen, die man für die Geldleihe für zwei Jahre bekommt, plötzlich höher sind als die für zehn Jahre, dann läuft etwas schief. Dann sehen die Börsen kurzfristig höhere Risiken als auf lange Sicht. Noch ist es nicht soweit. Aber diese Differenz ist bei US-Staatsanleihen nur noch 0,1 Prozentpunkte groß. Vor einem Jahr lag sie noch bei einem ganzen Prozentpunkt. Seit dem zweiten Weltkrieg hat sich die US-Zinskurve achtmal invertiert und jedes Mal folgte darauf eine Rezession. Und auch jetzt ist die Angst begründet. Die Weltwirtschaft könnte schon Mitte kommenden Jahres gänzlich anders aussehen als heute. Und zudem gibt es jede Menge geopolitische Streitigkeiten, die sich gestern noch einmal verstärkten.
China hat US-Präsident Trump öffentlich als „Lame Duck“ auflaufen lassen, der ja via Twitter die Abschaffung der chinesischen Strafzölle auf amerikanische Autos bereits als beschlossene Sache ankündigte. Aber keine Reaktion aus Peking. Das Vertrauen des Marktes in den „Dealmaker“ Trump ist erschüttert.
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