|

DAX bringt sich in Position für Jahresendrally - Chip-Aktien als Vorläufer

Aktuell bauen diejenigen Investoren Aktienpositionen auf, die ihre Engagements wegen der Wahl in den USA zunächst verschoben hatten. Der Deutsche Aktienindex bringt sich damit in eine Startposition für eine Jahresendrally. Das ist es, worauf mit Blick in die Historie und Statistik die meisten rechnen. Nun steht der DAX zwar in den Startblöcken, aber ob und wann es losgeht, ist noch nicht ganz klar. Der Index muss jetzt nachhaltig über 11.700 Punkten klettern, um technisch besser auszusehen.

Irgendwer muss jetzt den Startschuss geben. Gut ist, dass der Ölpreis 20 Prozent tiefer steht als noch vor fünf Wochen. Schlecht ist, dass die US-Zinsen weiter steigen. Zwei Jahre Geldleihe an die US-Regierung bringen jetzt 2,95 Prozent pro Jahr, vor fünf Wochen waren es nur 2,8 Prozent. Dividendenanhebungen gab es nicht, aber durch die gefallenen Kurse sind Einstiege bei Aktien wieder günstiger.

Das gilt vor allem für die FANG-Aktien, ein Zugpferd für den Gesamtmarkt. In den vergangenen Tagen wird AMD mit hohem Volumen gekauft. Chip-Aktien gelten als Frühzykliker. Wenn sie steigen, kann das den Weg für den Gesamtmarkt weisen, der ihnen dann nach oben folgt.

Autor

Jochen Stanzl

Jochen Stanzl

CMC Markets Deutschland

Jochen Stanzl ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets in Frankfurt.

Mehr von Jochen Stanzl
Teilen:

Tipps der Redaktion

AUD/USD verharrt nahe dem Drei-Wochen-Tief, unter 0,6950, da Händler auf den US-NFP-Bericht warten

AUD/USD fällt im asiatischen Handel am Freitag auf ein Drei-Wochen-Tief, da die dovishe Wende der RBA und ein Ausverkauf an den Aktienmärkten den risikosensiblen Aussie belasten. Der jüngste Rückgang der US-Anleiherenditen auf ein Zwei-Monats-Tief hält die US-Dollar-Bullen jedoch in der Defensive und begrenzt die Verluste des Währungspaares, da Händler auf den US-NFP-Bericht als neuen Impuls warten.

USD/JPY prallt vom Drei-Wochen-Tief ab; bleibt nahe 157,65 im Minus, da der Fokus weiterhin auf US NFP liegt

USD/JPY erholt sich vom während der asiatischen Sitzung erreichten Wochentief, da sich die Bären vor dem später an diesem Freitag anstehenden US-NFP-Bericht vorsichtig zeigen. Das Aufwärtspotenzial scheint begrenzt, da der jüngste Rückgang der US-Anleiherenditen und Hoffnungen auf eine Deeskalation des Iran-Kriegs den US-Dollar belasten. Zudem stützen eine hawkische BoJ und Interventionsrisiken den japanischen Yen und begrenzen das Paar.

Gold verliert den Halt; 4.000 $ kommen als Nächstes auf der Unterseite

Gold gibt am Freitag zwei tägliche Anstiege in Folge wieder ab und öffnet damit die Tür für einen möglichen Test der wichtigen Marke von 4.000 USD pro Unze. Das Retracement des Edelmetalls folgt einer deutlichen Verbesserung der Stimmung rund um den US-Dollar, soliden NFP-Daten und höheren Renditen von US-Staatsanleihen auf breiter Front.

Demokraten gewinnen Repräsentantenhaus und Senat bei den US-Zwischenwahlen: Warum ist das nicht nur schlechte Nachricht für Krypto

Die größte Geschichte dieser Woche waren die US-Zwischenwahlen am Dienstag, bei denen die Demokraten in einer klaren blauen Welle die Kontrolle über das Repräsentantenhaus und den Senat gewannen. Dieser politische Wandel in den USA hat heftige Kursschwankungen am Kryptowährungsmarkt ausgelöst.

US-Jobdaten dürften im Oktober anziehen

Das United States Bureau of Labor Statistics wird die Nonfarm Payrolls-Daten für Oktober am Freitag um 13:30 GMT veröffentlichen. Der Bericht dürfte einen Anstieg um 65.000 Stellen zeigen, nach 29.000 im Vormonat.

US-Dollar fällt unter 101,50, nachdem die Demokraten den Kongress erobern
Der US-Dollar (USD) gerät am Mittwoch unter starken Verkaufsdruck, wobei der US-Dollar-Index (DXY) um rund 0,5% fällt und nach dem Rückgang unter die Marke von 101,50 nahe 101,35 gehandelt wird. Der Greenback zieht sich auf seinen niedrigsten Stand seit vier Wochen zurück, da Anleger die politische und wirtschaftliche Lage nach dem deutlichen Sieg der Demokratischen Partei bei den Zwischenwahlen in den Vereinigten Staaten (USA) neu bewerten