Neuseeländischer Dollar legt zu, da der US-Dollar angesichts nachlassender hawkischer Erwartungen schwächelt
| |Automatische ÜbersetzungZum Original- NZD/USD steigt, da der US-Dollar angesichts eines sich wandelnden Fed-Politikausblicks schwächer wird.
- Fed-Gouverneur Waller befürwortete es, die Zinsen im September unverändert zu lassen, sofern die kommenden Inflationszahlen stabil bleiben.
- Die RBNZ hat Anfang dieser Woche ihre zweite Zinserhöhung in Folge vorgenommen.
NZD/USD legt den zweiten Tag in Folge zu und notiert während der asiatischen Handelsstunden am Freitag bei rund 0,5900. Das Paar wertet auf, da der US-Dollar (USD) angesichts nachlassender hawkischer Erwartungen in Bezug auf den geldpolitischen Kurs der Federal Reserve (Fed) unter Druck steht. Fed-Gouverneur Christopher Waller signalisierte kürzlich eine Präferenz dafür, die Zinsen auf der bevorstehenden September-Sitzung stabil zu halten, vorausgesetzt, die kommenden Inflationszahlen bringen keine größeren Überraschungen.
Der dovishe Ton von Fed-Gouverneur Waller steht in starkem Kontrast zu den hawkischen Äußerungen von Vorsitzendem Kevin Warsh eine Woche zuvor. Nach Wallers Kommentaren verschob sich die Marktbepreisung deutlich, wobei das CME FedWatch Tool zeigte, dass die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September auf 50,4% fiel, nach 63,2% am Vortag.
Händler richten ihre Aufmerksamkeit nun auf den bevorstehenden US-Arbeitsmarktbericht für August, um klarere Hinweise auf die nächsten Schritte der Fed zu erhalten. Die Konsensschätzungen gehen von einem Anstieg der Nonfarm Payrolls um 56.000 Stellen aus, während die nationale Arbeitslosenquote voraussichtlich bei 4,1% verharren wird.
Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) hat Anfang dieser Woche ihre zweite Zinserhöhung in Folge umgesetzt. Die Zentralbank signalisierte jedoch einen weniger aggressiven Ansatz bei der künftigen geldpolitischen Straffung.
Erholung des neuseeländischen Handels stützt gemischten Kiwi-Ausblick
Geoff Yu von BNY weist darauf hin, dass sich Neuseelands Außenbilanz bei der Aktivität solide erholt, und merkt an, dass die internationalen Handelsdaten für das Juni-Quartal einen "beidseitigen Handel von 16% y/y auf 64,9 Mrd. NZ$ steigen" ließen. Laut BNY war diese Verbesserung breit angelegt, wobei sich der "Gesamtexport von Waren und Dienstleistungen von 28,5 Mrd. NZ$ im Vorjahr auf 32,5 Mrd. NZ$ erhöhte, während die Importe von 27,5 Mrd. NZ$ auf 32,4 Mrd. NZ$ stiegen". Yu wertet diese Zahlen als Beleg für robuste Handelsströme, die dazu beitragen, schwächere Terms of Trade bei Waren und ein schwächeres Rohstoffpreisumfeld auszugleichen, wodurch sich das fundamentale Bild für den Kiwi nuancierter darstellt, als das reine Schlagzeilenwachstum vermuten lassen könnte.
Die stellvertretende Gouverneurin der RBNZ, Karen Silk, erklärte, dass die Entscheidungsträger eher dazu neigen, die nächste Zinserhöhung bis Dezember aufzuschieben, und betonte, dass die Zentralbank flexibel bleibe und keinem vorgegebenen Pfad folge. Die Finanzmärkte preisen derzeit eine moderate Wahrscheinlichkeit von 31% für eine Zinserhöhung im Oktober ein, während eine Erhöhung im Dezember von den Anlegern nahezu vollständig eingepreist ist.
Neuseeländischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.
Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.
Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.
Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.
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