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Neuseeländischer Dollar fällt aufgrund gestiegener Risikoaversion

  • NZD/USD wertet ab, da der US-Dollar sichere-Hafen-Zuflüsse erhält, die aus den zunehmenden geopolitischen Spannungen zwischen den USA und dem Iran resultieren.
  • Die Erwartungen an eine Zinserhöhung der Fed sinken nach schwachen US-Arbeitsmarkt- und Inflationsdaten auf 35%.
  • Der NZD könnte angesichts der Erwartungen einer Zinserhöhung der RBNZ um 25 Basispunkte im nächsten Monat zulegen.

NZD/USD wertet nach zwei Tagen mit Verlusten ab und notiert während der europäischen Handelsstunden am Dienstag um 0,5880. Das Paar wertet ab, da der US-Dollar (USD) angesichts der eskalierenden geopolitischen Spannungen zwischen den USA und dem Iran durch sichere-Hafen-Zuflüsse Unterstützung erhält.

US-Präsident Donald Trump erklärte, er habe kein Interesse daran, das auslaufende Abkommen mit dem Iran zu erneuern, verwies auf die aktive Seeblockade iranischer Häfen als Druckmittel und bekräftigte seine Absicht, die wichtige Wasserstraße zum vollständigen amerikanischen Territorium zu erklären.

Der Greenback könnte jedoch unter Druck geraten, da die hawkishen Erwartungen rund um die Federal Reserve nachlassen. Ein jüngster, unerwarteter Rückgang der US Nonfarm Payrolls im Juli zusammen mit moderaten Verbraucherpreisinflationsdaten hat die Argumente für eine baldige geldpolitische Straffung geschwächt. Folglich zeigen Daten des CME FedWatch Tool, dass die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der Fed bei der nächsten Sitzung auf 35% gefallen ist, nach 47% vor einem Monat.

Zusätzlich könnte die Abwärtsbewegung des NZD/USD-Paares begrenzt sein, da der Neuseeland-Dollar (NZD) Unterstützung durch die Erwartungen erhält, dass die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) im nächsten Monat eine weitere Zinserhöhung um 25 Basispunkte vornehmen wird, nachdem wiederholt signalisiert wurde, dass die Geldpolitik weniger expansiv werden müsse.

Commerzbank-Analyst Volkmar Baur weist jedoch darauf hin, dass die vollständigen Inflationsdaten Neuseelands zwar nur vierteljährlich veröffentlicht werden, es aber einen nützlichen Zwischenindikator gibt: "Stats NZ veröffentlicht jeden Monat einen Selected Price Index für etwa die Hälfte aller Preise, der den Trend der vollständigen Inflationsdaten in der Regel sehr gut widerspiegelt." Er merkt an, dass dieser monatliche Index "im Juli im Jahresvergleich auf 3,5% gefallen ist, nach 4,9% im Juni," was die jüngste Abschwächung der Inflation unterstreicht, die die Erwartungen stützt, dass die RBNZ nach der Zinserhöhung im Juli eine Pause einlegen wird, auch wenn die Zentralbank angesichts der anhaltenden Risiken im Nahen Osten einen hawkishen Ton beibehält.

Neuseeländischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.

Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.

Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.

Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.

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