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Gold konsolidiert, während Investoren US-Zölle, Iran-Gespräche und die Aussichten der Fed abwägen

  • Gold konsolidiert am Mittwoch, nachdem es kurzzeitig die Marke von 5.200 USD zurückerobert hat.
  • Investoren sind vorsichtig vor den US-Iran-Nukleargesprächen am Donnerstag.
  • Technisch gesehen handelt XAU/USD innerhalb eines aufsteigenden Keilmusters auf dem 4-Stunden-Chart, wobei 5.250 USD als wichtiger Widerstand fungiert.

Gold (XAU/USD) verzeichnet am Mittwoch eine moderate Erholung und verringert einen Teil der Verluste vom Vortag, da neue Unsicherheiten über die US-Handelspolitik und anhaltende geopolitische Spannungen im Nahen Osten weiterhin die Nachfrage nach sicheren Häfen stützen.

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts handelt XAU/USD nahe 5.192 USD und hält sich stabil, nachdem es auf ein Tages-Tief von 5.121 USD gefallen ist. Ein insgesamt stabiler US-Dollar (USD) sowie eine moderate Erholung an den globalen Aktienmärkten begrenzen die Nachfolgekäufe in Goldbarren.

Globale Handelsängste und US-Iran-Gespräche halten die Märkte in Atem

Globale Handelskonflikte sind wieder aufgeflammt, nachdem US-Präsident Donald Trump einen Zoll von 10 % auf Importe aus allen Ländern angekündigt hat, um die Zollmaßnahmen nach dem Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA gegen die Anwendung des International Emergency Economic Powers Act (IEEPA) aufrechtzuerhalten.

Die Marktstimmung bleibt ebenfalls vorsichtig vor den hochrangigen US-Iran-Nukleargesprächen, die am Donnerstag in Genf stattfinden sollen. Investoren sind besorgt über eine mögliche militärische Eskalation, angesichts der erheblichen Präsenz der US-Streitkräfte in der Region, falls die Gespräche keinen bedeutenden Durchbruch bringen.

Früher am Tag sagte US-Präsident Trump während seiner Rede zur Lage der Nation, dass es seine Präferenz sei, das Iran-Nuklearproblem durch Diplomatie zu lösen. In der Zwischenzeit erklärte Irans stellvertretender Außenminister Abbas Araghchi am Dienstag, dass Teheran bereit sei, die notwendigen Schritte zu unternehmen, um eine Vereinbarung mit den USA zu erreichen.

Händler überdenken den geldpolitischen Kurs der Fed

Investoren haben ihre Erwartungen an Zinssenkungen der Federal Reserve (Fed) in naher Zukunft zurückgeschraubt, da die Entscheidungsträger weiterhin Bedenken hinsichtlich des anhaltenden Inflationsdrucks äußern. Der Präsident der Chicago Fed, Austan Goolsbee, sagte am Dienstag, dass er vorsichtig sei, Zinssenkungen vorzuziehen, ohne klare Beweise dafür, dass die Inflation nachhaltig wieder auf das Ziel von 2 % zusteuert.

Die Präsidentin der Boston Fed, Susan Collins, sagte, dass die Zinssätze voraussichtlich "für einige Zeit" unverändert bleiben werden und dass sie mehr Vertrauen in eine Rückkehr zur Disinflation suche.

Diese Verschiebung unterstützt wahrscheinlich die Widerstandsfähigkeit des US-Dollars, was wiederum als Gegenwind für das nicht verzinsliche Metall wirkt, da Gold typischerweise in einem Umfeld niedrigerer Zinssätze besser abschneidet.

In der Zukunft, in Abwesenheit wichtiger US-Datenveröffentlichungen, werden Händler auf Signale der Fed und geopolitische Nachrichten für kurzfristige Richtungsänderungen im Gold achten.

Technische Analyse: XAU/USD stagniert unter 5.250 USD

Der 4-Stunden-Chart zeigt, dass XAU/USD ein aufsteigendes Keilmuster bildet, das typischerweise als bärische Umkehrstruktur angesehen wird. Die kurzfristige Tendenz hat sich leicht negativ gewendet, nachdem Verkäufer im Bereich von 5.250 USD eingestiegen sind.

Momentum-Indikatoren deuten darauf hin, dass der Aufwärtsdruck nachlässt. Der Relative Strength Index (14) ist von überkauften Werten über 70 in den hohen 50er-Bereich zurückgegangen, was auf nachlassenden Aufwärtsdruck hinweist, während der Moving Average Convergence Divergence (MACD) (12, 26, 9) zeigt, dass die Linie unter ihr Signal rutscht, mit dem Histogramm im negativen Bereich, was auf nachlassendes bullisches Momentum hindeutet.

Auf der Oberseite wäre ein nachhaltiger Durchbruch über die 5.250 USD-Marke – die obere Begrenzung des Keils – erforderlich, um den breiteren Aufwärtstrend wieder aufzunehmen, was potenziell die Tür zur 5.500 USD-Region öffnen könnte.

Auf der Unterseite würde ein Durchbruch unter 5.100 USD die 100-Perioden-SMA nahe 5.012 USD freilegen, die eng mit der unteren Begrenzung des Keils übereinstimmt. Eine entscheidende Bewegung unter diese Zone könnte eine tiefere Korrektur in Richtung 4.850 USD auslösen, mit der Möglichkeit, sich auf 4.650 USD zu erweitern, wenn der Verkaufsdruck zunimmt.

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