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GBP/USD weicht auf nahe 1,3600 zurück, da die BoE weitere Zinssenkungen andeutet

  • GBP/USD fällt auf etwa 1,3610 im frühen asiatischen Handel am Montag. 
  • Die BoE hat bekräftigt, dass die Politik auf einem "allmählichen Abwärtspfad" bleiben wird, was das Pfund Sterling belastet. 
  • Die verspätete Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts für Januar wird am Mittwoch genau beobachtet.

Das Währungspaar GBP/USD verliert im frühen asiatischen Handel am Montag an Boden und nähert sich 1,3610. Das Pfund Sterling (GBP) schwächt sich gegenüber dem Greenback angesichts wachsender Erwartungen an eine Zinssenkung der Bank of England (BoE). Händler werden später am Montag weitere Hinweise aus den Äußerungen der Fed aufnehmen.

Die Bank of England (BoE) hat bei ihrer ersten Sitzung im Jahr 2026 in der vergangenen Woche die Zinssätze bei 3,75 % belassen. Die britische Zentralbank signalisierte, dass die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung in naher Zukunft hoch ist, und fügte hinzu, dass die Geldpolitik so gestaltet wird, dass die Inflationsrate "nicht nur 2 % erreicht, sondern auch nachhaltig auf diesem Niveau bleibt. 

"Wir erwarten weiterhin die nächste Zinssenkung im März. Danach denken wir, dass die BoE eine längere Pause einlegen wird, bevor sie die Normalisierung der Politik Anfang 2027 wieder aufnimmt (wir sehen einen Endzinssatz von 3,00 % bis Mitte 2027)," sagte Dani Stoilova, Volkswirtin für Großbritannien und Europa bei BNP Paribas Markets 360. 

Gerüchte, dass der britische Premierminister Keir Starmer am Montag zurücktreten könnte, könnten das GBP/USD gegenüber dem US-Dollar (USD) belasten. Der Druck auf Starmer hat sich angesichts der Mandelson–Epstein-Affäre und wachsender Unzufriedenheit innerhalb der Partei verstärkt. Es wird erwartet, dass Starmer am Montag bei der Sitzung der Parlamentarischen Labour Party den Mitgliedern des Parlaments gegenübertritt, wobei auch weitere Gespräche mit den Parteigruppierungen erwartet werden.

Händler bereiten sich auf die verspätete Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts für Januar vor, die am Mittwoch fällig ist, um frische Impulse zu erhalten. Es wird geschätzt, dass die US-Wirtschaft im Januar 70.000 Arbeitsplätze hinzugewinnt, während die Arbeitslosenquote im gleichen Zeitraum voraussichtlich unverändert bei 4,4 % bleibt. Sollte der Bericht schwächere als erwartete Ergebnisse zeigen, könnte dies den USD nach unten ziehen und den Abwärtstrend des Hauptpaares begrenzen. 

Pfund Sterling - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.

Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.

Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.

Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.


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