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GBP/USD fällt unter 1,3550 – stärkerer Dollar belastet nach Mehrmonatshoch

  • GBP/USD kämpft damit, von der starken Rally des Vortages zu profitieren, während der USD moderat ansteigt.
  • Persistente geopolitische Unsicherheiten gleichen die gemischten US-PMIs vom Montag aus und stützen den Greenback.
  • Die divergierenden geldpolitischen Erwartungen der Fed und der BoE könnten als Rückenwind für die Kassapreise wirken und den Bullen zugutekommen.

Das GBP/USD-Paar gibt während der asiatischen Sitzung am Dienstag nach und korrigiert einen Teil der starken Bewegung vom Vortag bis in den Bereich von 1,3545-1,3550, dem höchsten Niveau seit September 2025. Der Rückgang fehlt jedoch an rückläufiger Überzeugung, da die Kassapreise derzeit im Bereich von 1,3535-1,3530 gehandelt werden, was einem Rückgang von weniger als 0,10% für den Tag entspricht.

Während die Anleger die gemischten US-PMI-Daten für Dezember 2025 ignorieren, zieht der US-Dollar (USD) aufgrund steigender geopolitischer Spannungen einige sichere Hafenströme an und wirkt als Gegenwind für das GBP/USD-Paar. Der S&P Global US Manufacturing PMI blieb stabil bei 51,8 und deutete auf eine anhaltende Expansion hin. Im Gegensatz dazu zeigte der Manufacturing PMI des Institute for Supply Management (ISM) Anzeichen einer anhaltenden Kontraktion und fiel von 48,2 im November auf 47,9.

Der US-Militärangriff auf Venezuela, die erhöhten politischen Spannungen zwischen Saudi-Arabien und den VAE über einen Konflikt im Jemen und der Mangel an Fortschritten im Russland-Ukraine-Friedensabkommen helfen jedoch, den Rückgang des Greenbacks zu begrenzen. Der Aufwärtstrend des USD scheint jedoch begrenzt zu sein, da Wetten auf mindestens zwei weitere Zinssenkungen durch die US-Notenbank (Fed) in diesem Jahr bestehen. Dies, zusammen mit den hawkischen Erwartungen der Bank of England (BoE), stützt das GBP/USD-Paar.

Eine knappe Abstimmung zur Senkung der Kreditkosten im Dezember deutete auf Unterschiede innerhalb des Ausschusses angesichts der jüngsten Inflationsüberraschung hin. Tatsächlich berichtete das British Retail Consortium am Dienstag, dass die Gesamtkosten im Einzelhandel im Dezember um 0,7% im Jahresvergleich gestiegen sind und die Lebensmittelinflation von 3,0% im November auf 3,3% gestiegen ist. Dies könnte die Anleger zwingen, ihre Erwartungen an eine weitere geldpolitische Lockerung durch die BoE zurückzuschrauben und das britische Pfund (GBP) zu stützen, was Vorsicht für die Bären des GBP/USD rechtfertigt.

Händler warten nun auf die Veröffentlichung des endgültigen Services PMI aus dem Vereinigten Königreich und den USA, um neue Impulse zu erhalten. Die unmittelbare Marktreaktion dürfte jedoch gedämpft sein, da der Fokus auf dem mit Spannung erwarteten US Nonfarm Payrolls (NFP) Bericht am Freitag liegt. Abgesehen davon könnten andere wichtige US-Makrodaten, die zu Beginn eines neuen Monats geplant sind, Hinweise auf den Zinssenkungspfad der Fed geben, was die USD-Nachfrage beeinflussen und das GBP/USD-Paar antreiben wird.

Wirtschaftsindikator

BRC Shop Preis Index (Monat)

Das British Retail Consortium, welches die Änderung der Einzelhandelsumsätze feststellt, veröffentlicht ihre Informationen, die eine verlässliche Grundlage zum Zustand des Handels bilden. Das Ergebnis gibt die Wertentwicklung des Einzelhandels wieder. Ein hohes Ergebnis ist für den GBP bullish und ein niedriges entsprechend bearish.

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Letzte Veröffentlichung: Di Jan. 06, 2026 00:01

Häufigkeit: Monatlich

Aktuell: 0.7%

Prognose: -

Vorher: 0.6%

Quelle: British Retail Consortium

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