Forex Today: Energiepreise und Facebook-Probleme treiben den Dollar an - Blick auf US-Daten und Schuldenobergrenze
|Was Sie am Dienstag, dem 5. Oktober, wissen müssen:
Die Märkte wurden von steigenden Energiepreisen und einem massiven Ausfall bei der Social-Media-Plattform Facebook erschüttert. Der sichere Hafen Dollar ist auf dem Vormarsch und wartet nun auf den ISM-Einkaufsmanagerindex Services. Die Unsicherheit über die US-Schuldenobergrenze und die Probleme in China werden ebenfalls aufmerksam von den Devisenanlegern verfolgt. Unter den Kryptowährungen sticht Shiba hervor, und auch Öl bleibt gut unterstützt.
Risk-off: Die Ölpreise schlossen sich dem Anstieg der Rohstoffpreise an, nachdem die OPEC+-Mitglieder beschlossen hatten, die Fördermenge nur um 400.000 Barrel pro Tag zu erhöhen. WTI-Rohöl hat mit 78 $ den höchsten Stand seit 2014 erreicht. Steigende Erdgaspreise und die Befürchtung einer Inflation aufgrund steigender Rohstoff- und Transportkosten könnten die Erholung gefährden und die Kreditkosten in die Höhe treiben.
Die Märkte fielen als Reaktion auf die Inflationsbefürchtungen und den massiven Ausfall von Facebook, von dem auch Instagram und Whatsapp betroffen waren. Die Probleme bei den beliebten Diensten kommt zu einem Zeitpunkt, an dem das blaue Netzwerk mit Vorwürfen konfrontiert wird, es habe dem Profit Vorrang vor der Sicherheit seiner User eingeräumt. Als eines der größten Tech-Unternehmen drückten die Probleme des Tech-Giganten auf die allgemeine Marktstimmung.
Dollar im Aufwind: Nachdem der Dollar am Montag zurückgegangen war, stieg er am Dienstag wieder an und drückte den EUR/USD unter 1,16 und den GBP/USD unter 1,36. Auch der Goldpreis hat seine Höchststände hinter sich gelassen, und der XAU/USD wechselte den Besitzer unter 1.760 $.
Der AUD/USD wird um 0,7250 gehandelt, was auf die Stärke des Greenback und die Tatsache zurückzuführen ist, dass die Reserve Bank of Australia ihre Geldpolitik wie erwartet konstant gelassen hat. Die RBA bekräftigte ihre Haltung, dass ein Anstieg der Zinsen bis 2024 unwahrscheinlich sei, ihr Ausblick auf die Wirtschaft bleibt jedoch optimistisch.
Schuldenobergrenze: US-Präsident Joe Biden warnte, dass die USA innerhalb von zwei Wochen ihre Schulden nicht mehr bedienen könnten, wenn die Republikaner nicht bei der Anhebung oder Aussetzung der Schuldenobergrenze kooperieren. Die Demokraten ringen noch immer um einen Kompromiss zwischen den linken und den zentristischen Fraktionen in Bezug auf zwei Ausgabengesetze.
China: Evergrande, Chinas zweitgrößter Bauträger, hat weiterhin mit seinem milliardenschweren Schuldenberg zu kämpfen. Ein weiteres Bauunternehmen, Fantasia Holdings Group Co, verpasste ebenfalls die Zahlung eines Zinskupons für eine Dollar-Anleihe und trug zur schlechten Stimmung bei.
An den britischen Tankstellen ist Berichten zufolge eine gewisse Entspannung zu beobachten, nachdem die Autofahrer aus Angst vor einer Verknappung Schlange standen, um ihre Autos zu betanken. Die britische Armee hilft weiterhin bei der Belieferung der Tankstellen mit Benzin. Ein weiteres Thema im Zusammenhang mit dem Brexit ist die Uneinigkeit zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich über das Nordirland-Protokoll.
Der US-Einkaufsmanager-Index (EMI) für den Dienstleistungssektor dürfte im September ein etwas langsameres Wachstum aufweisen. Dieser Frühindikator dient als Hinweis auf die für Freitag anstehenden Nonfarm Payrolls (NFP - zu deutsch US-Arbeitsmarktdaten bzw. Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft). Die Komponente der gezahlten Preise wird jedoch angesichts der zunehmenden Besorgnis über dieses Thema mit Argusaugen beobachtet.
Kryptowährungen: Shiba INU sticht mit zweistelligen Gewinnen hervor, nachdem Tesla-Gründer Elon Musk ein Bild seines Shiba Inu-Hundes getwittert hat. Bitcoin wird am oberen Ende der Spanne um 49.000 $ gehandelt, Ethereum hält sich bei 3.300 $ und Ada bei etwa 2,21 $.
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