EUR/USD handelt stabil, während der Dollar sich stabilisiert, EZB weist auf Bedenken hinsichtlich der Euro-Stärke hin
| |Automatische ÜbersetzungZum Original- EUR/USD handelt stabil, da ein fester US-Dollar den Aufwärtstrend begrenzt.
- Der Dollar stabilisiert sich, nachdem die Fed die Zinsen hält, aber breitere Abwärtsrisiken bleiben bestehen.
- EZB-Vertreter äußern Bedenken über die Stärke des Euro und deren Auswirkungen auf die Inflation.
Der Euro (EUR) wird am Donnerstag kaum verändert gegenüber dem US-Dollar (USD) gehandelt, während EUR/USD Schwierigkeiten hat, eine Richtung zu finden, da ein fester Greenback die Aufwärtsversuche begrenzt. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts wird das Paar bei etwa 1,1952 gehandelt, nachdem es zu Beginn dieser Woche den höchsten Stand seit über vier Jahren erreicht hat.
Der Greenback fiel auch auf den niedrigsten Stand seit 2022, da Investoren aus dem US-Dollar aussteigen, angesichts der Bedenken, dass die aggressiven Handelspolitiken von US-Präsident Donald Trump und wiederholte Angriffe auf die Federal Reserve (Fed) die langfristigen Risiken einer Währungsabwertung anheizen.
Dennoch zeigt der US-Dollar Anzeichen der Stabilisierung und erhält etwas Unterstützung, da Händler die geldpolitischen Aussichten der Fed nach der Zinssatzentscheidung am Mittwoch neu bewerten.
Die Zentralbank ließ die Zinssätze, wie allgemein erwartet, unverändert und schlug einen vorsichtigen, datenabhängigen Ton an, wobei betont wurde, dass das Komitee gut positioniert ist, um die Geldpolitik bei Bedarf anzupassen, sollten Risiken auftreten, die den Fortschritt in Richtung seines dualen Mandats gefährden.
Trotzdem bleiben die Abwärtsrisiken für den US-Dollar bestehen, was dazu beiträgt, die breitere Neigung in EUR/USD nach oben zu halten und die Tür für weitere Gewinne offen zu lassen.
Der Gouverneur der österreichischen Zentralbank und Mitglied des EZB-Direktoriums, Martin Kocher, sagte: "Wenn der Euro weiter und weiter aufwertet, könnte dies irgendwann natürlich eine gewisse Notwendigkeit zur Reaktion in Bezug auf die Geldpolitik schaffen," bemerkte Kocher und betonte, dass es dabei nicht darum gehe, den Wechselkurs selbst zu steuern, "sondern weil der Wechselkurs in weniger Inflation übersetzt, und das ist natürlich ein geldpolitisches Thema."
Nach den Kommentaren zeigten Overnight Index Swaps (OIS) einen moderaten Anstieg der Erwartungen an eine Lockerung, wobei die Märkte nun eine Chance von etwa 26% auf eine Zinssenkung bei der Sitzung im September einpreisen, gegenüber zuvor etwa 16%. Dennoch wird allgemein erwartet, dass die EZB ihre Politik bei der nächsten Sitzung am 4.-5. Februar unverändert lässt.
Mit Blick auf die Zukunft verschiebt sich der Fokus auf wichtige Wirtschaftsdaten, die am Freitag fällig sind, mit den vorläufigen Q4-Daten zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Eurozone und der Arbeitslosenquote, gefolgt vom US-Erzeugerpreisindex (EPI).
EZB - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Europäische Zentralbank (EZB), mit Sitz in Frankfurt am Main, steuert die Geldpolitik der Eurozone. Ihr Hauptziel ist die Preisstabilität, definiert durch eine Inflationsrate von rund 2 %. Durch Anpassungen der Zinssätze beeinflusst die EZB maßgeblich den Wechselkurs des Euros, der tendenziell durch höhere Zinsen gestärkt und durch niedrigere geschwächt wird.
In extremen Situationen kann die Europäische Zentralbank ein Instrument namens Quantitative Easing (QE) einsetzen. QE bedeutet, dass die EZB Euros druckt und diese verwendet, um Vermögenswerte – in der Regel Staats- oder Unternehmensanleihen – von Banken und anderen Finanzinstitutionen zu kaufen. QE führt in der Regel zu einer Abschwächung des Euros. Es wird als letztes Mittel eingesetzt, wenn Zinssenkungen allein das Ziel der Preisstabilität nicht erreichen können. Die EZB setzte QE während der Finanzkrise 2009-2011, 2015 bei anhaltend niedriger Inflation und während der COVID-19-Pandemie ein.
Quantitative Straffung (QT) ist das Gegenteil von QE: Statt Staatsanleihen zu kaufen, stellt die EZB den Ankauf ein und reinvestiert fällige Beträge nicht mehr. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Euro aus, da es die Liquidität am Markt verringert.
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