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Nachrichten

Pfund bleibt schwach - Nahost-Krise drückt GBP unter 1,3350

  • GBP/USD weitet seine Verluste nahe 1,3340 im frühen europäischen Handel am Montag aus. 
  • Verschärfte geopolitische Spannungen im Nahen Osten belasten das britische Pfund. 
  • Bailey von der BoE signalisierte, dass die Zentralbank bei Zinserhöhungen "keine Eile" habe.

Das Paar GBP/USD handelt während der europäischen Handelszeiten am Montag mit leichten Verlusten um 1,3340. Anhaltende Spannungen im Nahen Osten und steigende Wetten auf eine Zinserhöhung in den USA stützen den US-Dollar (USD) gegenüber dem britischen Pfund (GBP). 

Die BBC berichtete am Montag, dass die Israelischen Verteidigungskräfte (IDF) militärische Ziele im Westen und Zentrum Irans getroffen hätten, wenige Stunden nachdem Iran eine Salve von Raketen auf Nordisrael abgefeuert hatte. Iranische Beamte erklärten, dass jeder Angriff Israels auf den Libanon oder Iran mit einer "vernichtenden und umfassenden Antwort" beantwortet werde. 

Außerdem sagte der iranische Botschafter in Moskau, Kazem Jalali, laut Reuters, dass die Straße von Hormus offen bleiben werde, jedoch unter neuen Bedingungen, die von Iran und Oman festgelegt werden, einschließlich einer Transitgebühr. Die eskalierenden Spannungen im Nahen Osten könnten eine sichere Hafenwährung wie den Greenback stärken und kurzfristig Gegenwind für das Hauptpaar darstellen. 

Die US-Wirtschaft verzeichnete im Mai den dritten Monat in Folge starke Beschäftigungszuwächse, wobei die US Nonfarm Payrolls (NFP) im Mai um 172.000 stiegen, berichtete das Bureau of Labor Statistics am Freitag. Diese Zahl folgte auf einen Anstieg von 179.000 (revidiert von 115.000) und lag über der Prognose von 85.000. Diese robusten Beschäftigungsdaten haben die Erwartungen neu entfacht, dass die Fed die Zinsen später in diesem Jahr anheben könnte, was den USD stärkt. 

In Großbritannien äußerte sich der Gouverneur der Bank of England (BoE), Andrew Bailey, zurückhaltend und sagte, dass die britische Zentralbank bei Zinserhöhungen keine Eile habe, solange der Ausgang des Iran-Kriegs ungewiss sei und die Wachstumsrate Großbritanniens schwach bleibe. 

Die Finanzmärkte hatten erwartet, dass die BoE die Zinsen in diesem Jahr zweimal auf 3,25 % senken würde. Seit Beginn des US-Iran-Kriegs hat sich die Situation umgekehrt, und nun wird laut CNBC vor Dezember eine Erhöhung um 25 Basispunkte (bps) prognostiziert. 

Pfund Sterling - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.

Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.

Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.

Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.

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