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Australischer Dollar ringt gegen den US-Dollar um eine Richtung, während der US-EPI im Fokus steht

  • Der Australische Dollar bleibt gegenüber dem US-Dollar seitwärts bei rund 0,7215.
  • Die Anleger erwarten gespannt die US-PPI- und VPI-Daten für August.
  • Die RBA dürfte die Zinsen in diesem Jahr erneut anheben.

Der Australische Dollar (AUD) handelt während der europäischen Handelssitzung am Donnerstag in einer engen Spanne bei rund 0,7215 gegenüber dem US-Dollar (USD). Dem Aussie-Paar fehlt es an Richtung, da die Anleger auf die Daten zum US-Erzeugerpreisindex (EPI) für August warten, die um 12:30 GMT veröffentlicht werden.

Die Marktteilnehmer werden die US-Daten zur Erzeugerpreisinflation aufmerksam verfolgen, um frische Hinweise auf den geldpolitischen Ausblick der Federal Reserve (Fed) zu erhalten.

Den Schätzungen zufolge stieg der US-Headline-EPI im Jahresvergleich (YoY) um 5,3% und damit schneller als im Juli mit 4,7%. Der Kern-EPI – der volatile Lebensmittel- und Energiepreise ausschließt – legte im Jahresvergleich um 4,6% zu und damit stärker als der vorherige Wert von 4,2%.

In dieser Woche werden sich die Anleger außerdem auf die Daten zum US-Verbraucherpreisindex (VPI) für August konzentrieren, die am Freitag veröffentlicht werden. Anzeichen dafür, dass sich der Preisdruck sowohl auf Verbraucher- als auch auf Großhandelsebene beschleunigt, würden die Erwartungen an Zinserhöhungen der Fed auf kurze Sicht anheizen.

Unterdessen hat die jüngste Reuters-Umfrage gezeigt, dass die Mehrheit der befragten Ökonomen davon ausgeht, dass der Federal Funds Rate bis zum Jahresende auf seinem derzeitigen Niveau bleiben wird.

Auf der Aussie-Seite werden die Marktteilnehmer zunehmend zuversichtlich, dass die Reserve Bank of Australia (RBA) in diesem Jahr erneut, nach Warnungen vor Aufwärtsrisiken für die Inflation durch den stellvertretenden Gouverneur Andrew Hauser in einem Interview mit der ABC am Dienstag.

RBA behält hawkische Tendenz bei, da Hauser auf anhaltende Inflationsrisiken hinweist

Analysten der Commerzbank heben hervor, dass die RBA in Asien einen deutlich hawkischen Ton beibehalten hat und signalisiert, dass sie „bereit ist, die Zinsen bei Bedarf erneut anzuheben“, wobei stellvertretender Gouverneur Andrew Hauser betonte, dass Aufwärtsrisiken für die Inflation weiterhin „eine ständige Quelle der Sorge“ seien. Hauser unterstrich das geldpolitische Dilemma, vor dem die Zentralbank steht, und bemerkte: „Die Frage ist jetzt, ganz offen gesagt, für uns: Haben wir genug getan oder wird mehr benötigt“, womit er die Botschaft bekräftigte, dass weitere Straffungen weiterhin fest auf dem Tisch liegen, falls sich der Preisdruck nicht wie erwartet abschwächt.

AUD/USD Technische Analyse

Im Tageschart notiert AUD/USD bei 0,7215 und behält eine bullische kurzfristige Tendenz bei, da es sich über dem 20-Tage exponentiell gleitenden Durchschnitt (EMA) bei 0,7163 hält. Das Paar setzt seinen Anstieg von den jüngsten Tiefs fort, während der Relative Strength Index (RSI) um 67 im positiven Bereich bleibt, aber noch nicht im überkauften Bereich liegt, was darauf hindeutet, dass das Aufwärtsmomentum weiterhin fest ist, auch wenn eine Pause nicht ausgeschlossen werden kann.

Auf der Abwärtsseite liegt die unmittelbare Unterstützung beim 20-Tage-EMA nahe 0,7163, wo Käufer den laufenden Aufwärtstrend wahrscheinlich verteidigen werden, falls der Kurs zurücksetzt. Ein Tagesschluss unterhalb dieser dynamischen Untergrenze würde den bullischen Druck verringern und den Weg für eine tiefere Korrektur öffnen, während ein Verbleib darüber den Fokus auf weitere Gewinne in Richtung höherer Hochs in den kommenden Sitzungen richtet.

(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)

US-Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der US-Dollar (USD) ist die offizielle Währung der Vereinigten Staaten und in vielen weiteren Ländern als „de facto“-Währung im Umlauf. Er ist die am häufigsten gehandelte Währung weltweit und dominiert mit 88 % des globalen Devisenhandels. Daten von 2022 zeigen, dass täglich ein Handelsvolumen von rund 6,6 Billionen US-Dollar umgesetzt wird. Der US-Dollar löste nach dem Zweiten Weltkrieg das Britische Pfund als Weltreservewährung ab, nachdem der Goldstandard 1971 abgeschafft wurde.

Der wichtigste Faktor, der den Wert des US-Dollars beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Federal Reserve (Fed) bestimmt wird. Die Fed hat zwei Hauptziele: Preisstabilität (Inflationskontrolle) und Förderung der Vollbeschäftigung. Ihr primäres Werkzeug zur Erreichung dieser Ziele ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Preise zu schnell steigen und die Inflation über dem Ziel von 2 % liegt, erhöht die Fed die Zinsen, was dem Wert des US-Dollars zugutekommt. Fällt die Inflation unter 2 % oder ist die Arbeitslosenquote zu hoch, senkt die Fed möglicherweise die Zinsen, was den Greenback belastet.

In außergewöhnlichen Situationen greift die Federal Reserve auf Maßnahmen wie die quantitative Lockerung (QE) zurück. Dies geschieht, wenn Zinssenkungen allein nicht ausreichen, um das Finanzsystem zu stabilisieren. QE ermöglicht es der Fed, mehr Geld zu drucken und US-Staatsanleihen von Banken zu kaufen, um die Kreditvergabe anzukurbeln. Diese expansive Maßnahme schwächt in der Regel den US-Dollar, da sie die Geldmenge erhöht und das Vertrauen in die Währung senkt.

Quantitative Tightening (QT) stellt den umgekehrten Prozess zu Quantitative Easing (QE) dar. Die US-Notenbank Federal Reserve beendet den Ankauf von Anleihen und investiert die fällig werdenden Rückzahlungen nicht in neue Anleihen. In der Regel wirkt sich dieser Prozess positiv auf den US-Dollar aus.

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