EUR/USD Kursprognose: Weitere Schwäche wahrscheinlich unter dem 200-Tage-SMA
| |Automatische ÜbersetzungZum Original- EUR/USD gewinnt wieder an Stabilität und überschreitet die 1,1600-Marke zur Wochenmitte.
- Der US-Dollar verliert an Momentum und handelt mit deutlichen Verlusten trotz höherer Renditen.
- Der geopolitische Faktor bleibt gut verankert und stützt den Greenback.
Seit der Ablehnung von Jahreshochs bei 1,2100 Ende Januar hat sich der kurzfristige Ausblick für EUR/USD zunehmend verschlechtert. Der jüngste Bruch unter den wichtigen 200-Tage-SMA eröffnet auch die Möglichkeit weiterer Rückgänge im nahen Horizont.
Nach dem Rückgang am Dienstag auf frische Jahrestiefs um 1,1530 kann EUR/USD am Mittwoch wieder etwas Kaufinteresse gewinnen und über 1,1600 steigen, alles im Kontext einer moderaten Verbesserung der Stimmung gegenüber risikobehafteten Anlagen.
Das bedeutet, dass die Spotpreise mit moderaten Gewinnen auf der Grundlage des Verlusts an Zugkraft des US-Dollars (USD) handeln, obwohl die geopolitische Landschaft weiterhin keine Anzeichen einer Verbesserung zeigt. Tatsächlich fällt der US-Dollar-Index (DXY) unter die Unterstützung von 99,00, trifft jedoch auf Widerstand bei etwa 98,70, trotz der anhaltenden Erholung der US-Treasury-Renditen über die gesamte Kurve.
Fed: Politik stabil, Debatte lebendig
Die Federal Reserve (Fed) ließ die Zielspanne für die Fed Funds (FFTR) im Januar unverändert bei 3,50% bis 3,75%, was voll im Einklang mit den Erwartungen steht.
Was sich änderte, war der Ton. Das Federal Open Market Committee (FOMC) klang mit dem aktuellen Hintergrund vertrauter. Das Wachstum hält weiterhin stand, die Beschäftigungsrisiken werden nicht mehr als verschlechternd angesehen, und obwohl die Inflation weiterhin etwas erhöht bleibt, hat sich das Gefühl der Dringlichkeit deutlich verringert.
Die 10 zu 2 Abstimmung, bei der zwei Mitglieder eine Senkung um 25 Basispunkte befürworteten, zeigt, dass die interne Debatte lebendig bleibt.
Vorsitzender Jerome Powell beschrieb die Politik als „gut aufgestellt“, wobei Entscheidungen von Sitzung zu Sitzung getroffen werden. Bei den Zöllen sagte er, sie blieben ein Faktor hinter dem jüngsten Inflationsrauschen, während die Dienstleistungen-Disinflation als fortlaufend hervorgehoben wurde. Eine Zinserhöhung ist nicht das Basisszenario, aber auch kein bevorstehender Kurswechsel.
Die Protokolle verstärkten diese ausgewogene Botschaft. Zinssenkungen bleiben möglich, wenn die Inflation weiter nachlässt, aber Zinserhöhungen wurden nicht ausgeschlossen, sollte der Preisdruck anhalten. Die Fed bleibt fest datenabhängig.
EZB: ruhige Haltung, vorsichtiger Ausblick
Die Europäische Zentralbank (EZB) ließ die Zinsen ebenfalls einstimmig unverändert.
Präsidentin Christine Lagarde schlug in ihren neuesten Äußerungen einen ruhigen, aber vorsichtigen Ton an: Es wird weiterhin erwartet, dass die Inflation im mittelfristigen Zeitraum zum Ziel von 2% zurückkehrt, obwohl die Preise für Dienstleistungen weiterhin unter Beobachtung stehen und eine weitere Lockerung bis 2026 prognostiziert wird. Sie verwies auf widerstandsfähige Löhne, einen stabilen Arbeitsmarkt und stetige Investitionen, während sie wiederholte, dass die EZB den Euro (EUR) überwacht, ihn jedoch nicht anvisiert.
Die Märkte preisen derzeit etwas über 5 Basispunkte an Straffung in diesem Jahr ein, wobei eine Beibehaltung bei der März-Sitzung nahezu vollständig eingepreist ist. Die EZB scheint mit der aktuellen Haltung im Großen und Ganzen zufrieden zu sein, bleibt jedoch fest datengetrieben.
Positionierung: Reduzierung, nicht Umkehr
Die Daten der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) zeigen, dass die spekulativen Netto-Long-Positionen in EUR in der Woche bis zum 24. Februar auf etwa 157K Kontrakte gesenkt wurden, ein Vier-Wochen-Tief. Institutionelle Akteure haben ebenfalls ihre Exposition verringert.
Die breitere Struktur bleibt long EUR, aber das Vertrauen nimmt am Rand ab. Das Open Interest ist in der zweiten Woche in Folge auf etwa 911,3K Kontrakte gesunken, was auf eine Positionierung hinweist, die eher auf Reduzierung als auf aggressive neue Short-Positionen abzielt.
Praktisch bleibt die Long-Neigung intakt, wenn auch weniger kraftvoll. Dies sieht eher nach einer Risikominderung als nach einer Kapitulation aus. Bei weiterhin erhöhten Positionierungen bleibt die Einzelwährung empfindlich gegenüber einer erneuten Stärke des US-Dollars, wenn die US-Daten weiterhin besser abschneiden.
Was bewegt EUR/USD von hier aus
Kurzfristig: Die US-Erzählung bleibt der dominierende Treiber. Tatsächlich verstärken Handelskonflikte und geopolitische Nervosität weiterhin die Rolle des Greenbacks als primäre Kraft, die die Preisbewegungen prägt. Datenmäßig werden die wöchentlichen US-Arbeitsmarktzahlen am Donnerstag die Bühne für die am Freitag immer genau beobachteten Nonfarm Payrolls (NFP) bereiten.
Risiken: Ungebrochene geopolitische Spannungen sollten den Dollar vorerst stützen und das Paar unter konstantem Druck halten. Ein nachhaltiger Bruch unter den 200-Tage-Simple Moving Average (SMA) würde die Wahrscheinlichkeit einer tiefergehenden Korrektur erhöhen.
Technisches Szenario
Im Tageschart handelt EUR/USD bei 1,1625. Die kurzfristige Neigung ist leicht bärisch, da der Spot unter den steigenden 55- und 100-Tage-Simple Moving Averages (SMAs) rutscht, die nun den Preisbereich um 1,1769–1,1698 begrenzen, während der 200-Tage-SMA höher bei 1,1671 tendiert und einen tieferen, aber immer noch intakten breiteren Aufwärtstrend hervorhebt. Der Relative Strength Index (RSI) liegt bei etwa 34 und signalisiert anhaltendes Abwärtsmomentum nach dem jüngsten Bruch nach unten, während der Average Directional Index (ADX) über 20 ansteigt und darauf hindeutet, dass die aufkommende bärische Phase innerhalb dieses längerfristigen bullischen Kontexts an Fahrt gewinnt.
Unmittelbarer Widerstand liegt bei 1,1766, wo das frühere horizontale Angebot mit den gebündelten kurz- und mittelfristigen SMAs konvergiert, und ein täglicher Schlusskurs über diesem Bereich würde den Verkaufsdruck verringern und den Weg in Richtung 1,2082 öffnen. Auf der Abwärtsseite entsteht erste Unterstützung bei 1,1530, wobei ein Bruch dort die untere Grenze des Unterstützungsclusters bei 1,1491 und 1,1469 freilegen würde, vor einem weiter entfernten Boden bei 1,1392, der gegen eine größere Korrekturabsenkung schützt.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Fazit: Dollar-Dynamik bestimmt die Stimmung
Die Entwicklungen rund um EUR/USD werden weit mehr von Washington als von Frankfurt bestimmt.
Bis der geldpolitische Kurs der Fed klarer wird oder die Eurozone einen stärkeren zyklischen Aufschwung liefert, werden Rallyes voraussichtlich begrenzt bleiben. Der Dollar bleibt vorerst fest am Steuer.
Zölle - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Obwohl sowohl Zölle als auch Steuern staatliche Einnahmen generieren, die zur Finanzierung öffentlicher Güter und Dienstleistungen verwendet werden, gibt es einige wesentliche Unterschiede. Zölle werden im Voraus bei der Einfuhr am Hafen entrichtet, während Steuern beim Kaufzeitpunkt bezahlt werden. Steuern werden Einzelpersonen und Unternehmen auferlegt, während Zölle von Importeuren gezahlt werden.
Unter Wirtschaftswissenschaftlern gibt es zwei unterschiedliche Sichtweisen auf die Nutzung von Zöllen. Einige argumentieren, dass Zölle notwendig sind, um heimische Industrien zu schützen und Handelsungleichgewichte auszugleichen. Andere sehen Zölle als schädliches Instrument an, da sie langfristig die Preise in die Höhe treiben könnten und durch sogenannte „Auge-um-Auge-Zölle“ einen schädlichen Handelskrieg auslösen könnten.
Im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen im November 2024 hat Donald Trump deutlich gemacht, dass er Zölle einsetzen will, um die US-Wirtschaft und amerikanische Produzenten zu unterstützen. Im Jahr 2024 machten Mexiko, China und Kanada 42 % der gesamten US-Importe aus. Laut dem US Census Bureau war Mexiko in diesem Zeitraum mit Exporten im Wert von 466,6 Milliarden US-Dollar der wichtigste Handelspartner. Daher plant Trump, sich bei der Verhängung von Zöllen auf diese drei Länder zu konzentrieren. Außerdem möchte er die durch Zölle generierten Einnahmen nutzen, um die Einkommensteuer für Privatpersonen zu senken.
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