EUR/USD Kursprognose: Vorsicht vor dem 200-Tage-SMA
| |Automatische ÜbersetzungZum Original- EUR/USD gibt weiter nach und erreicht frische Monatstiefs im Bereich von 1,1740.
- Der US-Dollar setzt seine Erholung nach soliden US-Daten und festen Fed-Protokollen fort.
- Die Aufmerksamkeit der Märkte richtet sich nun auf die Veröffentlichung der PCE-Daten und PMIs am Freitag.
Die jüngste Rallye von EUR/USD scheint sich etwas nördlich von 1,1900 eine Verschnaufpause zu gönnen. Dieses Gebiet fungiert vorerst als eine Art Decke, da Verkäufer eingreifen und das Momentum nach einem ordentlichen Anstieg verlangsamen. Dennoch hat sich die breitere bullische Erzählung nicht wirklich verändert. Die Struktur bleibt konstruktiv, und solange das Paar komfortabel über dem 200-Tage-SMA bei etwa 1,1640 bleibt, bleibt die Aufwärtsneigung intakt.
Weitere Schwäche zieht EUR/USD am Donnerstag in den Bereich neuer Monatstiefs nahe 1,1740 und baut auf den Verlusten vom Mittwoch auf.
Die erneute und intensive bärische Phase des Paares kommt im Gefolge der soliden Erholung des Greenbacks, der den US-Dollar-Index (DXY) auf frische Vier-Wochen-Hochs hebt und kurzzeitig die wichtige 98,00-Marke überschreitet.
Der Anstieg des Dollars scheint auch durch bessere als erwartete Ergebnisse der wöchentlichen US-Arbeitsmarktdaten gestützt zu werden, während die Anleger weiterhin die Veröffentlichung der FOMC-Protokolle vom Mittwoch verdauen, die ein immer noch ziemlich gespaltenes Komitee in Bezug auf den potenziellen Zinspfad zeigten.
Fed: ruhige Hände, etwas ruhigere Stimme
Die Federal Reserve (Fed) ließ die Zielspanne für die Fed Funds (FFTR) bei 3,50% bis 3,75% bei ihrer Sitzung Ende Januar unverändert. Keine Überraschungen dort. Die Märkte waren vollständig auf eine Beibehaltung vorbereitet.
Was sich jedoch subtil, aber wichtig änderte, war der Ton.
Die Entscheidungsträger klangen etwas wohler mit dem Stand der Wirtschaft. Das Wachstum hält sich besser als befürchtet, und entscheidend ist, dass das Federal Open Market Committee (FOMC) die Beschäftigungsrisiken nicht mehr als verschlechternd ansieht. Die Inflation wird weiterhin als etwas erhöht beschrieben, aber das Gefühl der Dringlichkeit ist eindeutig nachgelassen. Die Abstimmung fiel mit 10 zu 2 aus, wobei zwei Abweichler eine Senkung um 25 Basispunkte befürworteten, was daran erinnert, dass nicht jeder den Weg nach vorne gleich sieht.
Bei der Pressekonferenz hielt Vorsitzender Jerome Powell die Dinge maßvoll. Die Politik, sagte er, sei gut aufgestellt, während die Entscheidungen von Sitzung zu Sitzung getroffen werden, ohne vorgegebene Richtung. Er spielte auf die jüngsten Inflationsüberraschungen herunter und argumentierte, dass Zölle einen Großteil des Überschusses erklären, während er erneut betonte, dass die Disinflation im Dienstleistungssektor weiterhin Fortschritte macht. Wichtig ist, dass niemand im Komitee eine Zinserhöhung als Basisfall behandelt.
Die Botschaft war klar: Das Vertrauen ist gestiegen, aber es gibt immer noch keinen Grund zur Eile.
Die Protokolle von Januar verstärkten diesen Eindruck. Die meisten Teilnehmer unterstützten eine Beibehaltung. Mehrere sagten, dass eine weitere Lockerung wahrscheinlich angemessen wäre, wenn die Inflation im Einklang mit den Erwartungen zurückgeht, während andere warnten, dass Zinserhöhungen weiterhin gerechtfertigt sein könnten, wenn der Preisdruck hartnäckig bleibt. Die Inflation wird als driftend zurück in Richtung 2% gesehen, aber der Weg könnte uneben sein. Mit solidem Wachstum und einem stabilisierenden Arbeitsmarkt ist die Fed fest datengestützt und neigt nicht entschieden zu aggressiven Senkungen.
EZB: ruhig, konsistent und nicht in Eile
Die Europäische Zentralbank (EZB) ließ auch ihre drei wichtigsten Zinssätze in einer einstimmigen und weithin erwarteten Entscheidung unverändert.
Die Kommunikation fühlte sich stabil, fast einstudiert an. Der mittelfristige Ausblick deutet weiterhin darauf hin, dass die Inflation zum Ziel von 2% zurückkehrt, und die jüngsten Daten haben diese Sichtweise nicht wesentlich verändert. Die Lohnindikatoren scheinen sich zu stabilisieren, obwohl die Inflation im Dienstleistungssektor weiterhin unter Beobachtung steht. Die EZB sieht weiterhin einen moderaten Rückgang der Verbraucherpreise im Jahr 2026, was das Argument für Geduld verstärkt.
Bei ihrer Pressekonferenz beschrieb Präsidentin Christine Lagarde die Risiken als insgesamt ausgewogen. Die Politik bleibt agil und datengestützt. Der Rat erkannte die jüngsten Bewegungen im Devisenmarkt an, hielt sie jedoch für historisch normal und betonte erneut, dass es kein Wechselkursziel gibt.
Kurz gesagt, die EZB ist nicht im Autopilot-Modus, aber sie hat es auch nicht eilig.
Die Märkte preisen etwas über 8 Basispunkte an Lockerungen in diesem Jahr ein und erwarten im Großen und Ganzen eine weitere Beibehaltung bei der Sitzung am 19. März.
Euro-Positionierung: dichter, umkämpfter
Die Positionierung im Euro (EUR) beginnt, etwas intensiver zu werden.
Die neuesten Daten der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) zeigen, dass die spekulativen Netto-Long-Positionen in der Woche bis zum 10. Februar auf fast 180,3K Kontrakte gestiegen sind, dem höchsten Stand seit September 2020. Auf den ersten Blick sieht das nach einem soliden Vertrauensbeweis in die Gemeinschaftswährung aus.
Aber so einfach ist es nicht.
Hedgefonds und andere institutionelle Akteure haben auch ihre Short-Positionen erhöht und diese auf etwa 235,8K Kontrakte ausgeweitet, dem höchsten Stand seit Mai 2023. Wenn sowohl Long- als auch Short-Positionen gleichzeitig zunehmen, bedeutet das normalerweise, dass der Markt nicht einfach nach oben driftet. Es bedeutet, dass beide Seiten mit Überzeugung agieren.
Das Open Interest ist auf etwa 926,3K Kontrakte gestiegen, ein neuer Rekord. Das zeigt, dass dies keine dünne, fragile Rallye ist. Es ist ein richtiger Wettstreit. Bullen sehen Aufwärtspotenzial. Bären sehen Verwundbarkeit. Und beide sind bereit, ihre Sichtweise zu verteidigen.
In einem solchen Umfeld können sich Bewegungen ausdehnen, aber sie können sich auch schnell umkehren, wenn sich die Narrative ändern.
Was das für EUR/USD bedeutet
Die Netto-Positionierung begünstigt weiterhin den Euro, aber der Anstieg der gegensätzlichen Short-Positionen deutet darauf hin, dass der Weg nach oben komplizierter wird. Der Handel ist überfüllter, sensibler und reaktiver auf eingehende makroökonomische Katalysatoren.
Was zu beobachten ist
Kurzfristig: Der US-Dollar bleibt die dominierende Kraft. Arbeitsmarktdaten, Inflationsveröffentlichungen und geopolitische Schlagzeilen werden wahrscheinlich das Tempo bestimmen. In der Zwischenzeit werden die vorläufigen PMIs und die US-Personal Consumption Expenditures (PCE) wichtige Kontrollpunkte sein.
Risiken: Eine Fed, die länger vorsichtig bleibt, stützt weiterhin den Greenback, insbesondere gegenüber einer EZB, die sich effektiv im Abwartemodus befindet. Aus technischer Sicht würde ein entscheidender Bruch unter den 200-Tage-Simple Moving Average (SMA) die Wahrscheinlichkeit einer tieferen Korrekturphase erhöhen.
Technische Ecke
Im Tages-Chart handelt EUR/USD bei 1,1771. Der 55-Tage-Simple Moving Average (SMA) steigt über die 100- und 200-Tage-SMAs und verstärkt eine bullische Ausrichtung. Alle drei Durchschnitte steigen, und der Preis hält sich über ihnen, um eine Aufwärtsneigung zu bewahren. Der Relative Strength Index (14) rutscht auf 45 und hält das Momentum unterhalb der Mittellinie gedämpft. Unterstützung wird bei 1,1766 gesehen, während der unmittelbare Widerstand bei 1,2082 liegt.
Die Trendstärke schwächt sich ab, da der Average Directional Index (14) auf 25 sinkt, was auf ein Konsolidierungsrisiko hindeutet, es sei denn, die Käufer setzen die Bewegung fort. Weitere Widerstände treten bei 1,2266 und dann bei 1,2350 auf. Ein Rückgang unter den 55-Tage-SMA bei 1,1762 könnte 1,1578 freilegen, während ein fester Bruch nach oben die breitere bullische Struktur intakt halten würde.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Fazit
EUR/USD wird derzeit weit mehr von der US-Narrative als von Entwicklungen im Euro-Raum getrieben.
Da der Zinspfad der Fed für 2026 weiterhin unklar ist und der Euro-Raum noch keinen überzeugenden zyklischen Aufschwung geliefert hat, wird der Aufwärtstrend voraussichtlich allmählich bleiben, anstatt in einen klaren, nachhaltigen Ausbruch überzugehen.
Fed - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.
Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.
In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.
Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.
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